Chronik | Wien
16.04.2012

Aktion gegen böse Hundehalter

Die Polizei kontrolliert ab sofort verstärkt, ob Hunde angeleint sind oder Beißkorb tragen. Dabei sind Strafen bis zu 14.000 Euro möglich.

Gemeinsam mit dem Veterinäramt überprüft die Polizei zwei Wochen die Wiener Hundebesitzer samt ihren Vierbeinern. Dabei wird kontrolliert, ob die Hunde angeleint sind oder einen Beißkorb tragen. Zur Erinnerung: An öffentlichen Orten ist eines von beiden Pflicht. In Parks und Lagerwiesen müssen Hunde jedoch immer an die Leine genommen werden. Der Maulkorb ist dagegen an dicht bevölkerten Orten wie etwa den öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. "Die Erfahrungen zeigen uns, dass es immer wieder wichtig ist, die Hundehalter an ihre Verpflichtungen und an die Spielregeln zu erinnern", sagte Tierschutz-Stadträtin Ulli Sima zum Auftakt der Schwerpunktaktion.

Chip und Schein

Auch der verpflichtete Hundechip, mit dem ein Hund eindeutig indentifiziert und zugeordnet werden kann, wird kontrolliert. Besitzer eines Listenhundes (Kampfhund) müssen ihren Hundeführschein vorweisen. Bis dato haben 4363 Besitzer von Kampfhunden einen Schein.

Nachlässige Hundehalter müssen mit schweren Strafen rechnen. "Theoretisch sind bei Verstößen Strafen von bis zu 14.000 Euro möglich", sagte Peter Goldgruber, Leiter der Sicherheits- und Verkehrspolizei in Wien.

Bei der Schwerpunktaktion im Vorjahr hat die Polizei rund 460-mal ermahnt und rund 200 Anzeigen und Organmandate ausgestellt.