Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Hohe Strafen: Wien verschärft erneut Regeln für Kurzzeitvermieter

SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig plant eine verpflichtende Registrierung für alle Gastgeber, die Wohnungen kurzzeitig vermieten.
Michael Ludwig mit Andreas Schieder

Seit zwei Jahren hat die Stadt Wien illegale Kurzzeitvermietungen von Wohnungen verstärkt im Visier. Es wurden in der Vergangenheit bereits Maßnahmen getroffen, nun kündigte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) eine weitere an: Alle Gastgeberinnen und Gastgeber, die Wohnungen kurzzeitig vermieten - etwa auf Airbnb oder booking.com, müssen sich in einem Online-Register eintragen.

Eine Registrierungsnummer, die die Vermieter bei der Anmeldung auf der Plattform erhalten, muss künftig bei jedem Online-Inserat angegeben werden. Ohne diese Nummer darf die Wohnung nicht mehr angeboten werden. 

"Wir wollen Maßnahmen schaffen, die man auch kontrollieren kann. Mit dem Register wollen wir dafür sorgen, dass es zu keinen Überschreitungen der bisherigen Maßnahmen kommt", sagte Ludwig in einem Mediengespräch. 

Strafen bis zu 50.000 Euro

Sollten sich Vermieterinnen und Vermieter weigern, sich zu registrieren, könnten hohe Strafen anfallen. "Ich kann mir bis zu 50.000 Euro gut vorstellen", betonte der Bürgermeister. Durch das Online-Register soll verhindert werden, dass die Wohnungen zu lange vermietet werden. Seit Juli 2024 braucht man nämlich eine Ausnahmebewilligung, wenn man eine Wohnung mehr als 90 Tage im Jahr an Touristen vermieten will. Und so eine Bewilligung erteilt die Baupolizei (MA 37) nur unter gewissen Auflagen. 

Kommentare