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Wiener Ärztin wurde auf Autobahn-WC fast Finger abgetrennt

Der Finger soll nur mehr an einem Stück Haut gehangen haben. Ihr Anwalt klagt die Asfinag auf 50.000 Euro Schmerzengeld.
ASFINAG Rastplatz

Eine Hausärztin aus Meidling soll bei einem Stopp auf einem Autobahn-WC fast ihren Finger verloren haben, wie zuerst die Kleine Zeitung berichtete. Die 63-Jährige hielt am 7. Juni auf dem Rückweg von einem Ärztekongress mit ihrer Kollegin am A2-Autobahnparkplatz Gönitz in Kärnten.

Bei der WC-Anlage habe sie noch ihr Handy hinausreichen wollen, als die schwere Metalltüre automatisch zuging und ihren Ringfinger einquetschte.

„Der Finger war abgerissen“, schildert ihr Anwalt Johannes Bügler aus Wien und zitiert aus dem Arztbrief: „Vierter Finger rechts: Fingerglied an einem kleinen Hautstück hängend.“

Mit Klopapierrolle geschient und mit Sekt gekühlt

Vom Kongress hatten die Ärztinnen laut Bügler eine gekühlte Piccolo-Sektflasche dabei: „Sie haben mit zwei Rollen Klopapier den Ringfinger mit dem kleinen Finger und dem Mittelfinger quasi geschient und mit der Sektflasche gekühlt.“ Die 63-Jährige wurde anschließend von ihrer Kollegin ins LKH Wolfsberg gebracht, um den Finger wieder annähen zu lassen.

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Rechtsanwalt Johannes Bügler klagt die Asfinag.

Für seine Mandantin klagt Bügler die Asfinag nun auf 50.000 Euro Schmerzengeld und Verdienstentgang. Auch rund ein Monat nach dem Vorfall habe sie Schmerzen. Fraglich sei, ob das Fingerglied steif bleibt und in dem Bereich das Gefühl zurückkehrt. „Meine Mandantin ist praktische Ärztin und behandelt rund 50 Patienten pro Tag. Praktizieren kann sie nun nur noch eingeschränkt“, sagt ihr Anwalt. Dadurch sei die Hausärztin in ihrer Ordination nun auf Hilfe angewiesen.

Die Asfinag bedauert laut einem Sprecher den unglücklichen Unfall. Man müsse den Sachverhalt noch prüfen, ein Verschulden der Asfinag sei auf den ersten Blick aber nicht erkennbar. Die WC-Häuschen seien mit normalen Türen mit Schließmechanismus ausgestattet. Andere oder ähnliche Unfälle wie jener der Hausärztin seien nicht bekannt.

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