Tangente wird bis 2018 zur Dauerbaustelle

TANGENTENBRÜCKE KÖNNTE UNTER DENKMALSCHUTZ GESTELL
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER Eine der meistbefahrenen Brücken Österreichs, die Erdberger Brücke auf der A23, wird in den nächsten Jahren abgerissen.

In den nächsten vier Jahren werden Praterbrücke, Knoten Prater, Hochstraße Inzersdorf und Knoten Inzersdorf erneuert.

Die Wiener Südosttangente (A23) wird in den nächsten Jahren zur Dauerbaustelle: Gleich vier Großprojekte stehen an. Auf Vordermann gebracht werden ab heuer die Praterbrücke und die Erdberger Brücke (Knoten Prater) sowie der Knoten Inzersdorf. 2015 startet dann der Neubau der Hochstraße Inzersdorf. Die Staus sollen sich allerdings in Grenzen halten, verspricht Asfinag-Vorstand Alois Schedl.

"Unser Ziel ist, den Verkehrsfluss trotz Baustellen aufrecht zu erhalten", versicherte Schedl in einer Pressekonferenz. Dafür nehme man bewusst auch längere Bauzeiten und höhere Kosten in Kauf. 277 Millionen Euro lässt sich die Autobahngesellschaft die vier Projekte kosten. Bei den bis 2018 anstehenden Sanierungsabschnitten sollen - mit Ausnahme des Knotens Inzersdorf - tagsüber (5.00 bis 22.00 Uhr) alle vorhandenen Fahrspuren erhalten bleiben. Lediglich nachts und an Wochenenden werden einzelne Spuren bzw. Rampen gesperrt.

Erdberger Brücke wird abgerissen

Die Vorhaben im Detail: Bereits heute, Montag, starten die Hauptarbeiten am Knoten Prater. Konkret wird die bestehende Erdberger Brücke abgerissen und bis Ende 2017 neu errichtet. Bemühungen des Architekten, seine mehr als 40 Jahre alte Konstruktion unter Denkmalschutz stellen zu lassen, waren 2012 bekanntlich gescheitert. In der ersten Phase werden bis kommendes Jahr beidseitig des Tragwerks Ersatzbrücken errichtet. Über diese kann der Verkehr dann während der Abbruch- und Neubauarbeiten ausweichen. Die Zusatzbrücken sollen danach allerdings nicht verschwinden, sondern die Verkehrsströme am neu gestalteten Knoten Prater entflechten helfen.

… Foto: KURIER

Saniert wird ab 5. September auch die Praterbrücke, eine der meist befahrenen Brücken Österreichs. Die 33 Mio. Euro teuren Maßnahmen, die bis Ende 2016 dauern, sind wegen der Asbestfunde relativ aufwendig. Dank spezieller Techniken werde während der Arbeiten aber keine Gefahr für Mensch und Umwelt bestehen, versicherte Gernot Brandtner, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH.

Bereits ab Juli wird am südlichen Ende der Tangente, dem Knoten Inzersdorf, gewerkt. Heuer wird die Abfahrt von der Südautobahn (A2) auf die Triester Straße erledigt. Im Februar 2015 startet dann die ungleich größere Sanierung der Verbindung A2 und Altmannsdorfer Straße. In beiden Fällen steht für den Verkehr pro Fahrtrichtung nur eine Spur zur Verfügung. "Laut unseren Berechnungen wird sich der Stau aber trotzdem in Grenzen halten", versicherte Brandtner.

Ombudsfrau

Erst im Frühjahr 2015 wird schließlich die Hochstraße Inzersdorf angegangen - wobei die verkehrsunwirksamen Vorarbeiten bereits jetzt anlaufen. Der auf Stelzen stehende Abschnitt wird neu gebaut und nun teilweise als Damm errichtet. Der Abschluss ist für Ende 2018 vorgesehen. Mit 129 Mio. Euro ist es das teuerste der vier Projekte.

Als Informations- und Beschwerdemöglichkeit für Tangentenbenutzer hat die Asfinag wieder eine Ombudsstelle eingerichtet. Sie ist unter der Telefonnummer 050108 99399 oder per Mail unter ombudsmannA23@asfinag.at erreichbar. Die Einrichtung habe sich bereits während der aufwendigen Sanierung der Hanssonkurve, die 2012 abgeschlossen wurde, bewährt, hieß es.

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(apa / jt) Erstellt am
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