© Stadt Wien

Chronik Wien
04/17/2020

35.000 Quadratmeter: Wiener Fernbusterminal nimmt Formen an

Der Architektenwettbewerb für den Wiener Busterminal im 2. Bezirk startet. 34 unterirdische Haltestellen sind ebenso geplant wie ein Hotel und Büros. Die Stadt investiert 200 Millionen Euro.

von Christoph Schwarz

Die Stadt Wien startet den Architektenwettbewerb für den geplanten Fernbusterminal in der Leopoldstadt. Auf einer Bruttogeschoßfläche von 35.000 Quadratmetern sollen zusätzlich zu dem neuen Verkehrsknoten samt unterirdischen Haltestellen auch ein Hotel sowie ein Bürokomplex entstehen. Fertiggestellt werden soll der Terminal bis 2024/25.

Die Suche nach einem Standort gestaltete sich lange Zeit schwierig - der KURIER hat berichtet. Im Frühjahr 2019 fiel die Entscheidung dann auf das Areal zwischen dem Ferry-Dusika-Stadion und dem Einkaufzentrum Stadioncenter im 2. Bezirk.

 

In den vergangenen Monaten führte die Stadt eine Machbarkeitsstudie durch, um die wirtschaftlichen, technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären. Jetzt folgt der Architektenwettbewerb.

34 Bahnsteige, Geschäfte, Gastro

Einige Details sind vonseiten der Stadt bereits vorgegeben: Man wolle einen "hochmodernen, leistungsfähigen Terminal schaffen, in dem sich unsere Gäste wohlfühlen können", sagt Wiens Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ).

Konkret soll der Fernbusterminal auf zwei Geschoßen angeordnet sein, einem Erdgeschoß mit Abfertigungszone sowie einem Untergeschoß für die An- und Abfahrt der Busse. Hier befinden sich 30 bis 34 Bussteige.

In einer Passagierzone soll es Warteräume, Cafés, Geschäfte und Sanitäreinrichtungen geben. Hinzu kommen Büros und der geplante Hotelkomplex. Das Hotel soll der Zwei- bzw. Dreisterne-Kategorie entsprechen.

"Für uns hat der neue Fernbus-Terminal hohe Priorität, weil er neben dem Flughafen und dem Hauptbahnhof als dritte starke Säule im Personen-Fernverkehr für den Erfolg Wiens als Tourismusmetropole ein wichtiger Baustein ist“, sagt Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Wichtig sei es auch, die Bürger einzubeziehen: Man wolle verhindern, dass sich die Verkehrssituation für den Bezirk verschlechtere, so Vizebürgermeisterin und Planungsstadträtin Brigit Hebein (Grüne).

Bürger sollen mitreden

Das Umfeld solle "von einer Attraktivierung des öffentlichen Raums profitieren". Der Fernbusterminal solle zudem ein "Klimaschutz-Vorzeigeprojekt" werden, sagt Hebein.

Die Stadt will dazu eine Art Bürgerbeteiligungsprozess starten: In den nächsten Wochen werde es für alle die Möglichkeit geben, zu den vorgeschlagenen Leitlinien Stellung zu beziehen und Ideen einzubringen.

Die passenden Formate werden - coronabedingt - laut Stadt derzeit ausgelotet. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung fließen in den Wettbewerb ein.

Mit der Realisierung des Projekts ist die WH Fernbus-Terminal Projektentwicklung GmbH betraut, die zur Wien Holding gehört.

Umstrittene Verkehrssituation

Der - nicht unumstrittene - Standort sei perfekt an den Verkehr angebunden, heißt es seitens der Stadt: Der rasche Umstieg der Gäste auf den öffentlichen Verkehr sei mit der U2-Station „Stadion“ garantiert, die nur vier Minuten entfernt sei. In sieben Minuten erreichen TouristInnen damit die Wiener Innenstadt.

Die Zu- und Abfahrt der Fernbusse erfolge mit sehr kurzer Fahrtstrecke über die Anschlussstelle Handelskai der A23 und direkt vom Handelskai in den Bus-Terminal. Damit würden künftig umgebende Straßenverbindungen - wie zum Beispiel die Meiereistraße - entlastet.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.