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Chronik Wien
11/11/2020

28 Jahre Koalition trotz absoluter SPÖ-Mehrheit

Bis 1973 regierte die SPÖ mit der ÖVP, obwohl sie es gar nicht notwendig gehabt hätte.

von Josef Gebhard

Mit einem klaren Sieg der Sozialdemokraten endete am 25. November 1945 die erste Wiener Gemeinderatswahl nach dem Zweiten Weltkrieg. 57,2 Prozent der Stimmen bedeuteten die absolute Mandatsmehrheit. Trotzdem teilte SPÖ-Bürgermeister Theodor Körner seine Macht mit den anderen im Gemeinderat vertretenen Parteien. Sowohl die ÖVP als auch die KPÖ erhielten amtsführende Stadträte.

Wiederaufbau

Mit dieser Konzentrationsregierung war dann nach der Wahl 1949 Schluss, als die KPÖ (obwohl noch im Gemeinderat vertreten) aus der Regierung flog. Übrig blieb eine Koalition aus der weiter mit absoluter Mandatsmehrheit ausgestatteten SPÖ und der ÖVP. „Es war das übergeordnete Ziel des Wiederaufbaus, das zu dieser Zusammenarbeit führte“, sagt SPÖ-Klubdirektor Andreas Höferl.

In den 1970er-Jahren endete diese Kooperation schließlich. Nach der Wahl 1973 blieben der ÖVP nur mehr nichtamtsführende Stadträte übrig. Ein Grund für den Bruch dieses Bündnisses soll der Streit um die Errichtung der Donauinsel gewesen sein.

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