In der Wildtierstation der MA49 haben die Igel den Winter verschlafen.

© MA49

Chronik Wien
04/30/2021

150 geheilte Igel werden in Wien in die Natur zurückgebracht

Die Tiere kamen abgemagert und zum Teil verletzt in die Wildtierstation der MA49. Dort wurden sie gepflegt.

von Bernhard Ichner

Ab in die Freiheit heißt es aktuell für 150 Igel, die in der Wildtierstation der Stadt Wien den Winter verbracht haben. Die Tiere waren von aufmerksamen Passanten im Spätherbst abgemagert und zum Teil verletzt beim Wildtierservice abgegeben worden. Sie wären zu schwach gewesen, um den Winter aus eigener Kraft zu überleben.

In der Wildtierstation, die der Forstbetrieb der Stadt (MA49) im niederösterreichischen Laxenburg betreibt, wurden die Igel aufgepäppelt und medizinisch versorgt. Den Winter haben sie praktisch verschlafen. 

Training für die freie Wildbahn

Nachdem sie nun aufgewacht sind, werden sie wieder ausgewildert. Und zwar genau dort, wo sie aufgefunden wurden - im 13., 14., 21., 22. und 23. Bezirk.

Die Fundorte seien exakt erfasst und auf den Patientenblättern der separiert untergebrachten Igel dokumentiert worden, erklärt Günther Annerl von der MA49. So wisse man genau, wo jedes einzelne Tier wieder in die Natur entlassen werden müsse.

Damit das überhaupt möglich ist, wurden die Igel, die zum Teil als Jungtiere in die Wildtierstation kamen, auf das Leben in freier Wildbahn vorbereitet. "Wir haben ihren natürlichen Lebensraum simuliert und ihnen die Nahrungssuche beigebracht", erklärt Annerl.

Steckdose und andere Tiere

In der Wildtierstation werden freilich nicht nur Igel betreut, sondern auch Eichhörnchen, Biber, Waldkauze, Singvögel, Jungenten und natürlich Wildschweinfrischling Steckdose. Wie der KURIER berichtete, erhielt das in einer Wohnanlage aufgefundene Schweinchen seinen Namen wegen der Optik seines Rüssels.

Zwischen 400 und 440 Tieren seien aktuell in Laxenburg untergebracht, sagt Annerl.

Was die Abgabe von aufgefundenen Wildtieren betrifft, verweist er auf die Wildtier-Hotline 01/4000-49090. Mit einem Anruf lasse sich leicht klären, ob ein Wildtier tatsächlich Hilfe braucht.

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