Chronik | Welt
06.11.2017

Mit Kajak und Besen auf Pelikan-Fang

Zoo von Liberec: Es naht der Winter, wenn die Tierpfleger mit Kajak und Besen ins Pelikan-Gehege ausrücken.

Was nach einer wilden Treibjagd aussieht, hat einen harmlosen Hintergrund. Pelikane in freier Wildbahn ziehen um diese Jahreszeit in wärmere Gefilde in den Süden. Im Zoo von Liberec in Tschechien werden die Pelikane daher artgerecht in beheizte Innen-Gehege gebracht.

Das Einfangen der gefiederten Wasservögel gestaltete sich dabei als kleines Spektakel für die Schaulustigen.

Rund ein Dutzend Zoowärter war am Montag damit beschäftigt, die Tiere einzufangen, sogar mit Besen und Kajaks rückte man zu diesem Zwecke aus. Warum Besen? Die Stiele sind länger als die spitzen Schnäbel, vor denen sich die Wärter schützen möchten.

Zwanzig Pelikane leben im Freigehege mit Teich. Dorthin zurück dürfen die gefiederten Tiere, die durch die langen Schnäble und breiten Flügel ein besonderer Blickfang sind, im kommenden Frühjahr.

Beim Einfangen wurde übrigens keines der Tiere verletzt, hieß es. Einzig ein Wärter habe einen Kratzer abbekommen.