Chronik | Welt
25.08.2017

USA: Hurrikan Harvey erreicht bedrohliche Stärke

Der Sturm wurde in die Kategorie zwei hochgestuft, er könnte sich zu einem der schlimmsten Hurrikans der letzten zwölf Jahre entwickeln.

Der Hurrikan "Harvey" nimmt vor seinem Auftreffen auf die US-amerikanische Küste an Stärke zu. Das nationale Hurrikan-Center der USA stufte den Sturm am Freitag zum Hurrikan der Kategorie zwei hoch. Damit liegen seine Windgeschwindigkeiten bei über 154 Kilometern pro Stunde. "Harvey" habe aber das Potenzial für Stufe drei - das entspricht Windgeschwindigkeiten von bis zu 208 Kilometern pro Stunde.

Damit könne "Harvey" ein lebensbedrohliches Ausmaß annehmen, warnte das Center. Millionen von Menschen rüsten sich gegen den Sturm, der einer der schlimmsten seit zwölf Jahren in den USA werden könnte. Er könnte auch die erste große Naturkatastrophe der Amtszeit von Präsident Donald Trump werden. Der Hurrikan soll nach bisherigen Berechnungen in der Nacht von Freitag auf Samstag (Ortszeit) etwa um Mitternacht in der Region um Corpus Christi im US-Bundesstaat Texas auf Land treffen und dann kegelförmig landeinwärts ziehen.

Sollten sich die Vorhersagen der Meteorologen erfüllen, könnte "Harvey" der stärkste Hurrikan seit zwölf Jahren werden, der das Festland der USA trifft. Am Donnerstag befand er sich noch rund 400 Kilometer von der Küste entfernt und hatte die niedrigste Stufe 1.

"An alle, die sich noch nicht in Sicherheit gebracht haben: Tut dies rasch", hieß es auf der Website der texanischen Stadt Portland. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, erklärte 30 Landkreise zum möglichen Katastrophengebiet. In Houston, der größten Stadt auf dem voraussichtlichen Weg des Hurrikans, wurden die Schulen bis einschließlich Montag vorsorglich geschlossen.

Für das benachbarte Louisiana wird ebenfalls heftiger Regen durch "Harvey" erwartet. Sorgen gibt es vor allem in New Orleans, wo bei Überschwemmungen im Gefolge des Hurrikans "Katrina" im Jahr 2005 mehr als 1.800 Menschen ums Leben kamen.