Symbolbild

© REUTERS/HARRISON MCCLARY

USA
10/11/2014

Ganzes Flugzeug in Las Vegas unter Quarantäne

Ein falscher Ebola-Alarm verursachte Einbußen bei Delta-Aktien.

Die Behörden in der glitzernden US-Glücksspiel-Metropole Las Vegas hatten auf dem Rollfeld des internationalen Flughafens eine Passagiermaschine der Delta Air Lines wegen Ebola-Verdachts bei zwei Fluggästen kurzzeitig unter Quarantäne gestellt. Wenig später entpuppte sich der Vorfall als falscher Alarm. Doch die Entwarnung kam nach Börsenschluss und zuvor hatten die Delta-Aktien sowie Papiere anderer Fluggesellschaften rund zwei Prozent eingebüßt.

Böser Scherz

Einen bösen Scherz hingegen erlaubte sich ein Gast eines Ferienfliegers in der Dominikanischen Republik. Ein amerikanischer Tourist hatte auf dem Flug der US-Airways offenbar nach einer Afrikareise über Fieber und Nasenbluten geklagt. Nach der Landung in Punta Cana wurden die Passagiere aufgefordert, sich wieder hinzusetzen. Ein Team in voller Schutzmontur packte den 54-jährigen Amerikaner in einen Schutzanzug und holte ihn heraus. Erst nach zwei Stunden, nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Mann nie in Afrika war, durften die anderen Passagiere den Flieger verlassen. Das YouTube-Video von Patrick Narvaez wurde schnell zum Hit.

Echte Panik brach am Freitag in Skopje in Mazedonien aus. Ein Hotel wurde unter Quarantäne gestellt, weil am Donnerstag ein Brite auf Geschäftsreise mit allen verdächtigen Symptomen in ein Krankenhaus gebracht werden musste und dort innerhalb weniger Stunden verstarb. Am Freitag waren sich die Behörden allerdings mehr oder weniger sicher, dass der Mann kein Ebola hatte.

Bei der Behandlung der spanischen Pflegehelferin wurde am Freitag in Madrid erstmals das Medikament "ZMapp" eingesetzt. Eine Lieferung des experimentellen Mittels, dessen Vorräte als weitgehend erschöpft galten, sei aus Belgien gekommen. Der Zustand der 44-jährigen Patientin sei am Freitag nach der gravierenden Verschlechterung stabil, hieß es. Die Pflegehelferin hatte sich Ende September bei der Behandlung eines aus Liberia ausgeflogenen Missionars mit dem gefährlichen Virus infiziert. Aus Angst vor Ansteckung weigern sich in New York Reinigungskräfte, Flugzeugkabinen zu putzen.

Für Seuchenexperten steht fest: Ganz gleich, welche Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen getroffen werden – weitere Ebola-Fälle in Europa und anderswo werden sich aufgrund von Flugreisen nicht vermeiden lassen, solange die Epidemie nicht in den betroffenen Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea gestoppt wird.

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