Chronik | Welt
10.04.2017

USA: Flug überbucht - Mann gewaltsam aus Flieger gezerrt

Niemand wollte freiwillig auf seinen Platz verzichten, ein Passagier wurde von Sicherheitsleuten mit Gewalt aus der Maschine entfernt.

Weil der Flug einer United-Airlines-Maschine von Chicago nach Louisville überbucht war, haben Sicherheitskräfte am Montag einen Passagier gewaltsam aus dem Flieger gezerrt. Sie packten den Mann an Armen und Beinen und schleiften ihn aus der Maschine, berichteten mehrere Medien. Einige Passagiere machten von der Szenerie Aufnahmen und posteten sie im Internet.

Der Flieger sollte vier Crewmitglieder der Airline möglichst rasch nach Louisville bringen. Vier Fluggäste sollten dazu ihren Platz räumen. Deshalb bot die Airline Entschädigungen in der Höhe von mehreren hundert Dollar an, doch niemand meldete sich. Daraufhin sollte per Los entschieden werden. Drei Passagiere verließen freiwillig den Flieger. Als das Los auch auf den Mann traf und dieser sich weigerte auszusteigen, wurde er von den Sicherheitsleuten aus der Maschine getragen.

Er gab an, Arzt zu sein und seinen Dienst am nächsten Tag antreten zu müssen. Dennoch wurde er aus dem Flieger gezerrt. Die Passagiere zeigten sich schockiert. Der Flug nach Louisville hatte zwei Stunden Verspätung.

Der Vorstandsvorsitzende von United, Oscar Munoz, entschuldigte sich für den Vorfall vom Sonntag. „Das ist ein Vorfall, der uns bei United alle ärgert“, sagte er laut Mitteilung vom Montag. Das Unternehmen werde sich an den betroffenen Passagier wenden.