Mitte August: Migranten an der serbisch-kroatischen Grenze

© REUTERS/ANTONIO BRONIC

Balkanroute
08/23/2016

Serbien: Seit Ende Juli 3038 Flüchtlinge gestoppt

Weitere 622 Menschen im Landesinneren aufgegriffen.

Die serbischen Behörden haben seit Ende Juli insgesamt 3.038 Flüchtlinge von einem Grenzübertritt aus Bulgarien oder Mazedonien abgehalten. Weitere 622 Menschen wurden von gemeinsamen Streifen von Militär und Polizei im Landesinneren aufgegriffen. Das berichtete die Belgrader Tageszeitung "Politika" am Dienstag unter Berufung auf den Militärsprecher Jovan Krivokapic.

Gleichzeitig wurden auch 30 Schlepper festgenommen, wie die Zeitung berichtete. Laut Amtsangaben wurden neuerdings vermehrt Versuche von Flüchtlingen registriert, ihre Reise aus Serbien Richtung Kroatien fortzusetzen. Allein am heutigen Dienstag wurden auf dem serbischen Grenzbahnhof zu Kroatien, in Sid, 33 Flüchtlinge aus Afghanistan und Pakistan beim Versuch ertappt, die Grenze versteckt in Güterwagen zu passieren.

Am serbisch-kroatischen Grenzübergang Batrovci-Bajakovo wurden am Montag von serbischen Zollbeamten 14 Flüchtlinge entdeckt, die in Lkw versteckt waren.

Steigende Zahlen

Die Flüchtlingszahl in Serbien ist laut jüngsten Angaben des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) auf 4.400 angestiegen. Etwa 80 Prozent wurden landesweit in Aufnahmezentren untergebracht. An den beiden Grenzübergängen zu Ungarn bei Horgos und Kelebija harren laut jüngsten Angaben des UNHCR weiterhin 430 Flüchtlinge, vorwiegend Frauen und Kinder aus Afghanistan, dem Irak und Syrien, unter freiem Himmel aus. Noch 470 Personen halten sich in einem Aufnahmezentrum in der nahe gelegenen Stadt Subotica auf. Täglich werden 30 Personen nach Ungarn durchgelassen.

Seit Jahresbeginn haben nach Angaben des Innenministeriums 7.341 Flüchtlinge um Asyl in Serbien ersucht. Allerdings sind auch von dieser Flüchtlingsgruppe die meisten bemüht, ihre Reise in Richtung der Europäischen Union noch vor einer Entscheidung der serbischen Behörden fortzusetzen, heißt es im serbischen Regierungskommissariat für Flüchtlinge.

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