The Airbus A350 takes off successfully on its maiden flight at Blagnac airport near Toulouse, southwestern France, Friday, June 14, 2013.The Airbus A350 has taken off on its first flight, setting up major competition for Boeing after the U.S. aerospace company ran into problems with the lithium batteries of its 787 Dreamliner. Fridayís flight from Toulouse is to last about four hours and marks a key step on the path to full certification. Airbus is promoting the plane as a fuel-saver at a time when jet fuel prices represent about half the cost of long-haul flights. (AP Photo/Bob Edme)

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Frankreich
06/14/2013

Riesenbaby als Airbus-Hoffnungsträger

Airbus feiert: Der hochmoderne, spritsparende A350 absolvierte seinen Jungfernflug.

von Alexandra Uccusic

Mit einem Bilderbuchstart hob der A350 in Toulouse zum Erstflug ab. Die Premiere kurz vor der Pariser Flugmesse Le Bourget befeuert den Kampf zwischen Airbus und Boeing – denn das neue Langstreckenflugzeug des europäischen Flugzeugbauers soll dem US-Konkurrenten die Kunden wegschnappen. Das hochmoderne Flugzeug ist der neue Airbus-Hoffnungsträger.

„Es ist einfach fantastisch“, jubelte Airbus-Chef Fabrice Brégier kurz nach dem Start. „Das ist ein Baby aus gutem Hause“, meinte der Airbus-Ingenieur Pascal Verneau. Rund 10.000 Menschen verfolgten den Start des Riesenbabys auf dem Airport Toulouse-Blagnac. An Bord war eine sechsköpfige Crew – in Fallschirmspringer-Ausrüstung. Bei dem vierstündigen Flug bis in 11.000 Meter Höhe wurden Fahrwerk, Landeklappen und Ruder getestet. Zudem wurden unterschiedliche Geschwindigkeiten ausprobiert. „Die Maschine verhält sich extrem gut“, sagte Peter Chandler, der britische Chef-Testpilot. Die Landung verlief so problemlos wie der Start.

Der A350 XWB (für Extra Wide Body, also einen sehr breiten Rumpf) ist die Kampfansage von Airbus an Boeing und dessen neuen – allerdings pannengeplagten – Prestige-Flieger Dreamliner.

Wie die Maschine des US-Konkurrenten gehört auch der A350 zur neuen Generation der Kohlefaser-Jets: Er besteht vor allem aus mit Kohlefaser verstärktem Kunststoff, der leichter ist als Metall. Damit lässt sich Sprit sparen, was nicht nur eine Frage des Umweltschutzes, sondern – angesichts der hohen Kerosinpreise – auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist. Laut Airbus wird der zweistrahlige A350 rund ein Viertel weniger Treibstoff verbrauchen als herkömmliche Maschinen vergleichbarer Art. Doch die US-Konkurrenz schläft nicht: Die Boeing 777 soll als Neuauflage 777-X sparsamer werden.

Testreihe

Der erste Flug des A350 bildet den Auftakt einer 14-monatigen Testreihe. Ende 2014 sollen dann die ersten A350 ausgeliefert werden, der erste an die Qatar Airways. Bereits jetzt hat Airbus 613 Bestellungen von 33 Airlines verbucht. Die Maschine, die in drei Varianten angeboten wird, bietet 270 bis 350 Passagieren Platz. Sie kostet 250 Millionen Euro.

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