Chronik | Welt
29.01.2018

"Porno-Tänze" bei Angkor Wat: Zehn Rucksack-Touristen angeklagt

Kambodscha klagt zehn ausländische Backpacker wegen obszönen Gesten in der Nähe der weltberühmten Tempelanlage an.

Wer glaubt, sich im Urlaub in fremden Ländern hemmungslos geben zu müssen, sollte wissen: Auch im Ausland gibt es Gesetze.

Wegen angeblich obszöner Gesten hat die Justiz in Kambodscha Anklage gegen zehn ausländische Rucksack-Touristen erhoben. Den Urlaubern wird vorgeworfen, bei einer privaten Party in der Nähe der berühmten Tempelanlage Angkor Wat "pornografische Tänze" aufgeführt zu haben. Bei einer Verurteilung wegen Pornografie drohen ihnen bis zu zwölf Monate Haft.

Zehn von 87 westlichen Touristen angeklagt

Auf Fotos, die von der Party kursieren, sind westliche Ausländer zu sehen, die in sexuellen Posen übereinander auf dem Boden liegen. Einige von ihnen sind halb nackt. Nach einem Bericht der Tageszeitung "The Khmer Times" (Montag) wurden 87 Ausländer festgenommen. Die meisten kamen mit einer Verwarnung davon. Eine Gruppe von zehn Verdächtigen blieb jedoch im Gewahrsam der Polizei.

Die Aufnahmen sollen am Donnerstag vergangener Woche in Siem Reap entstanden sein, wo Angkor-Wat-Touristen in der Regel übernachten. Nach Zeitungsberichten kommen die zehn Angeklagten aus Großbritannien, Norwegen, den Niederlanden, Kanada und Neuseeland. Auf einem Foto, das die Polizei von der Gruppe veröffentlichte, sind auch zwei Frauen zu erkennen.