Chronik | Welt
01.07.2018

Österreicher bei Lawinenabgang in Pakistan getötet: Leiche geborgen

Zelt wurde in rund 5.900 Metern Höhe von einer Lawine erfasst. Zwei britische Bergsteiger überlebten.

Ein Österreicher ist am Samstag in Pakistan bei einem Lawinenabgang getötet worden. Das Zelt des Mannes im Camp 2 wurde in rund 5.900 Metern Höhe am Berg Ultar Sar im Hunza-Tal von der Lawine erfasst. Seine beiden Bergkameraden, zwei Briten, überlebten. Die Verletzten und die Leiche des Österreichers wurden am Sonntag in einer "waghalsigen Aktion" von Piloten der pakistanischen Armee geborgen.

Sie wurden in die Stadt Gilgit geflogen. Ein Armeesprecher twitterte ein Foto der Überlebenden mit Soldaten. Am Samstag hatte schlechtes Wetter zunächst die Bergungsaktion per Hubschrauber verhindert.

Die drei Männer hatten ihre Expedition Ende April gestartet. Sie wollten bis zur ersten Juliwoche den Gipfel erreichen, ihr Visum wäre kommende Woche ausgelaufen. Organisiert wurde die Tour von "Higher Ground Expeditions". Laut Medienberichten befanden sich die beiden Briten beim Unglück in einem Zelt, das nicht von der Lawine erfasst wurde.

Der Ultar Sar ist der südöstlichste Hauptgipfel des Batura Muztagh, eines Teilbereichs des Karakorum-Gebirges in Zentralasien. Pakistan ist ein Paradies für Bergsteiger. Dort stehen einige der höchsten Berge der Welt, beispielsweise der berühmte K2.