Chronik | Welt
04.09.2017

Nächster Hurrikan: Irma nimmt Kurs auf Karibik

In den französischen Überseegebieten wurde der Schulbeginn verschoben.

Wegen des heranziehenden Hurrikans "Irma" haben zwei französische Überseegebiete in der Karibik vorsorglich den Schulbeginn nach den Ferien verschoben. So kann sich die Bevölkerung auf den Antilleninseln Saint-Martin und Saint-Barthelemy bestmöglich auf den Sturm vorbereiten, teilte die Präfektur mit.

Ursprünglich hätten die Schüler am Montag wieder zur Schule gehen sollen, ein neues Datum wurde noch nicht genannt. "Irma" - am Sonntag ein Hurrikan der drittstärksten von fünf Stufen - steuert auf die Karibik zu und könnte nach Vorhersagen am Dienstagabend oder Mittwoch (Ortszeit) über Teile der Kleinen Antillen hinwegfegen. Im französischen Teil von Saint-Martin (der Süden der Insel gehört zum Königreich Niederlande) leben mehr als 36 000 Menschen, Saint-Barthelemy hat gut 9.000 Bewohner.

Der Sturm könnte nach Vorhersagen am Dienstagabend oder Mittwoch (Ortszeit) über Teile der kleinen Antillen hinwegfegen und möglicherweise am Freitag die Bahamas erreichen. Meteorologen rechnen damit, dass er auf seinem Weg weiter erstarken könnte - vielleicht vorübergehend sogar zu einem Hurrikan der Stufe 5.

Eine etwaige Ankunft auf dem US-Festland wäre am nächsten Wochenende oder dem folgenden Montag zu erwarten. Bisher gilt es aber als durchaus möglich, dass "Irma" vorher nordöstlich in den offenen Atlantik abdreht.