Chronik | Welt
19.10.2017

Kuhglocken-Streit in Bayern: Kein Kompromiss

In Holzkirchen in Bayern sind einem Nachbarn die Kuhglocken zu laut. Schlichtungsversuche einer Richterin sind gescheitert.

Die Fronten im Streit um zu laute Kuhglocken in Holzkirchen in Bayern haben sich trotz der Schlichtungsversuche einer Richterin verhärtet. Der Nachbar einer Landwirtin in der Gemeinde fühlte sich durch das Gebimmel der Glocken gestört. Der Lärm verursache bei seinem Mandanten und dessen Frau Schlaflosigkeit und Depressionen, argumentierte der Anwalt des Klägers am Donnerstag vor dem Landgericht.

Die Kühe grasen auf einer Weide in der Nähe seines Hauses, die die Bäuerin von der oberbayerischen Gemeinde gepachtet hat. In dem Fall gab es bereits einen Vergleich. Dieser regelt, dass die Kühe nur auf der Südseite der Weide Glocken tragen dürfen. Das reiche angesichts des weiterhin bestehenden Lärms für seinen Mandanten nicht aus, sagte der Anwalt.

Der Kläger will nun erwirken, dass das Grundstück gar nicht mehr für Weidezwecke genutzt werden darf. Seine Klage soll in den kommenden Wochen vom Gericht geprüft werden. Die Gemeinde, gegen die sich die Klage ebenfalls richtet, sieht in der Haltung von fünf bis sieben Kühen auf der Wiese kein Problem.