Chronik | Welt
09.12.2017

Kalifornien: Erste Erfolge im Kampf gegen Waldbrände

Feuerwehr in Kalifornien dämmte größten von sechs Waldbränden ein. Erstes Todesopfer gefunden

Im Kampf gegen den größten der sechs Waldbrände in Südkalifornien hat die Feuerwehr nach vielen vergeblichen Bemühungen Erfolge erzielen können. Das "Thomas-Feuer" bei Ventura südlich von Santa Barbara habe bis Freitagabend (Ortszeit) zu zehn Prozent eingedämmt werden könnten, schrieb "Los Angeles Times" unter Berufung auf den Sprecher der kalifornischen Amts für Forstwesen und Brandschutz.

Die berüchtigten Santa-Ana-Winde hatten sich demnach abgeschwächt und unter anderem den Einsatz von mehr Wasserflugzeugen ermöglicht. Es sei ein "sehr erfolgreicher Tag an der Feuerfront" gewesen, zitierte auch der TV-Sender CNN einen der Einsatzleiter der Feuerwehr, Mark Brown.

Todesopfer

In einem nahe Ventura von den Flammen zerstörten Gebiet wurde jetzt auch das erste Todesopfer der sechs Brände gefunden: Eine 70-jährige Frau sei auf der Flucht mit ihrem Auto in einen Unfall geraten und ums Leben gekommen, teilten die örtlichen Behörden nach Medienberichten mit.

Immer wieder von starken Winden angefacht, hatte sich das Thomas-Feuer bis Freitag laut Zeitung "Los Angeles Times" auf fast 580 Quadratkilometer (143.000 Acres) ausdehnen können. Vor den sechs Waldbränden, die zum Teil schon seit Montag zwischen Santa Barbara und San Diego wüten, mussten Medienberichten zufolge bisher mehr als 200.000 Menschen fliehen. Gut 500 Gebäude seien zerstört worden. Tausende Häuser waren zudem vom Strom abgeschnitten.