Chronik | Welt
23.08.2017

Umweltverschmutzung färbt Mumbais Hunde blau

Die Behörden haben mittlerweile eine Fabrik, die im Verdacht steht, entsprechende "Färbstoffe" in einen Fluss zu leiten, geschlossen.

Die Behörden in Mumbai, Indien haben eine Fabrik geschlossen, der vorgeworfen wird, Abfall und Farbstoffe in einen Fluss gekippt zu haben.

Augenscheinlich wurde der Fall, nachdem 11 blau gefärbte Hunde auftauchten. Die Hunde schwammen des öfteren im Kasadi-Fluss und so wurden die Behörden auf die Umweltverschmutzung aufmerksam, berichtet die indische Hindustan Times.

"Ich war schockiert, als ich die Hunde sah, die mit blitzblauem statt weißen Fell herumliefen. Fünf Tiere hab ich gesehen und daraufhin habe ich die Umwelt-Kontrollbehörde informiert", erklärt Arati Chauhan von der Navi Mumbai Animal Protection Cell.

"Die Abfälle des Industriegebiets Taloja Industries verschmutzen nicht nur das Wasser und haben Auswirkungen auf die Menchen, auch Tiere, Vögel, Reptilien sind davon betroffen", schrieben die Tierschützer in einem Facebook-Eintrag.

Übrigens gelang es den Tierschützern auch einen Hund einzufangen und zumindest einen Teil der blauen Farbe abzuwaschen. Sonst dürften die Tiere jedenfalls keine gesundheitlichen Schäden davongetragen haben.

Laut NGO Watchdog Foundation gibt es im Industriegebiet von Taloja Industries bei Mumbai 977 Betriebe, die mit der Herstellung von chemischen bzw. pharmazeutischen Produkten und Lebensmitteln beschäftigt sind.