Chronik | Welt
09.01.2018

In der Sahara hat es geschneit

Die größte Trockenwüste der Welt hat in den vergangenen Tagen ein ungewöhnliches Ereignis erlebt: Schnee.

Auch wenn weiße Weihnachten ein zunehmend seltenes Phänomen zu werden scheinen, ist Schnee an sich für Österreicher doch noch nichts Ungewöhnliches. Anders sieht das für Bewohner von Städten in der Sahara aus. Nahe dem algerischen Ain Sefra, wo es im Sommer durchschnittlich 37 Grad hat, ist aber in den vergangenen Tagen tatsächlich Schnee auf die Sanddünen vom Himmel gefallen.

Die etwa 35.000 Einwohner der Stadt erleben dieses Phänomen erst zum dritten Mal in den vergangenen vierzig Jahren. Allerdings scheint es sich zuletzt durchaus zu häufen. Zuletzt hatte es vor etwa einem Jahr bereits Ende Dezember 2016 und dann noch einmal im Jänner 2017 Schnee gegeben. Davor herrschte hingegen seit 1979 Schnee-Flaute.

Es habe laut lokalen Medien von den frühen Morgenstunden an geschneit und etwa um 17 Uhr wieder zu tauen begonnen. Die vorhandenen Fotos zeigen das nicht allzu lang anhaltende, ganze Ausmaß des Schneegestöbers leider nicht mehr vollständig. An manchen Stellen - insbesondere näher am naheliegenden Atlasgebirge - soll die Schneedecke diesmal bis zu 40 Zentimeter dick gewesen sein.

Schuld an dem ungewöhnlichen Ereignis dürfte die momentane Großwetterlage in Europa sein, die offenbar kalte Luft nach Nordafrika gedrückt hat, heißt es in Medienberichten.