Chronik | Welt
07.10.2017

Hurrikan "Nate" nahm Kurs auf die USA

Der Tropensturm hat sich mittlerweile zu einem Hurrikan verstärkt. Trump rief für Louisiana den Notstand aus.

Auf seinem zerstörerischen Weg Richtung USA hat sich Tropensturm "Nate" zu einem Hurrikan verstärkt. Mit Windböen von bis zu 135 km/h bewegte sich der Wirbelsturm am Samstag nach Nordwesten und wurde am späten Abend (Ortszeit) an der US-Golfküste erwartet, wie das Nationale Hurrikanzentrum NHC erklärte. In Zentralamerika kamen durch "Nate" mindestens 28 Menschen ums Leben.

Am Samstag befand sich der Wirbelsturm laut NHC 395 Kilometer südöstlich der Mississippi-Mündung in den USA und zog mit einer Geschwindigkeit von 35 km/h weiter. Die Behörden von New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana verhängten eine Ausgangssperre ab Samstagabend (18.00 Uhr Ortszeit, 01.00 Uhr MESZ). Wegen Überschwemmungsgefahr sollte es auch Evakuierungen geben. Auch in anderen US-Küstenstädten herrschte Hurrikan-Alarm. Das US-Hurrikanzentrum NHC sprach von einer "potenziell lebensbedrohlichen" Sturmflut.

Trump rief Notstand aus

Der Gouverneur von Louisiana, John Bel Edwards, warnte seine Landsleute: "Alle in tiefer gelegenen Gegenden (...) rufen wir auf, sich jetzt vorzubereiten." US-Präsident Donald Trump rief für Louisiana den Notstand aus und bewilligte damit Bundesmittel zur Bewältigung von Sturmfolgen. Im Nachbarstaat Mississippi bildeten sich lange Warteschlangen an den Tankstellen. Im Golf von Mexiko wurden vorsorglich mehrere Offshore-Öl- und Gasplattformen evakuiert.

Anders als der Hurrikan "Harvey", der im August Texas verwüstete, soll "Nate" nach dem Auftreffen auf Land aber an Kraft verlieren und danach wieder auf den Atlantik hinausziehen.

In Mittelamerika richtete "Nate" bereits schwere Schäden an. Die Zahl der Todesopfer dort stieg auf 28. Am stärksten betroffen waren Nicaragua mit 13 Todesopfern und Costa Rica mit zehn. Zahlreiche Menschen wurden noch vermisst; viele Orte blieben von der Außenwelt abgeschnitten, weil Brücken eingestürzt oder Straßen überflutet waren. In Honduras bestand etwa weiterhin Überschwemmungsgefahr wegen heftiger Regenfälle.