Chronik | Welt
21.05.2017

Erdrutsch in Indien: Helfer befreiten hunderte Pilger

Riesige Felsbrocken und Geröll machten die Straße zum Badrinath-Tempel unpassierbar. 1.800 Menschen saßen fest.

Nach einem Erdrutsch in Indien haben Helfer am Sonntag Hunderte Menschen in Sicherheit gebracht. Der Erdrutsch im nordindischen Uttarakhand hatte die Zufahrtsstraße zu einem wichtigen Hindu-Tempel auf etwa 75 Metern blockiert. Etwa 1.800 Menschen, unter ihnen viele Pilger, saßen fest.

Helfer arbeiteten rund um die Uhr und räumten am Sonntag die Straße von den riesigen Felsbrocken frei, wie Behörden des Bundesstaats mitteilten. Die meisten Pilger konnten ihre Reise fortsetzen. Helfer hatten am Samstag Wasser und Essen an Menschen verteilt, die in ihren Fahrzeugen festsaßen.

Ein Dutzend Tote

Der Chef der Katastrophenschutzbehörde von Uttarakhand wies indische Medienberichte zurück, wonach bei dem Erdrutsch etwa ein Dutzend Menschen ums Leben gekommen seien. Es habe unter Pilgern Todesfälle gegeben, sagte Piyush Rautela, doch sei dies die Folge von Erkrankungen und natürlichen Ursachen gewesen. Auf Pilgerreisen in Indien sterben immer wieder Menschen, vor allem Älteren und Kranken werden die Strapazen zu viel.

Katastrophe im Jahr 2013

Starke Regenfälle hatten den Erdrutsch beim Badrinath-Tempel ausgelöst. Jedes Jahr besuchen Zehntausende die Tempel in der Himalaya-Region. Nach Überschwemmungen und Erdrutschen im Jahr 2013 gab es mehr als 5.700 Tote und Vermisste.