Zugsunglück in Bayern

© APA/dpa/Sven Hoppe

Deutschland
02/10/2016

Zugsunglück in Bayern: Bergung der Wracks beginnt

Zwei Züge waren am Dienstag auf einer eingleisigen Strecke zusammengestoßen.

Nach einem schweren Zugsunglück in Bayern gehen die Einsatzkräfte davon aus, dass sich kein Passagier mehr in den Trümmern befindet. Es werde niemand vermisst, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Am Unglücksort liefen die Vorbereitungen für die Bergung der Wrackteile an.

Ein erster Spezialkran ist nach Angaben der Deutschen Bahn eingetroffen. Der Kran aus Fulda habe eine Tragkraft von 160 Tonnen. Zudem gehörten fünf Module inklusive Werkstatt und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Einsatzkräfte zu dem Gerät. Ein weiterer Kran aus Leipzig mit einer Tragkraft von 75 Tonnen steht auf Abruf bereit.

Suche nach Ursache

Zwei Regionalzüge mit etwa 150 Fahrgästen waren Dienstagfrüh bei Bad Aibling in Oberbayern auf eingleisiger Strecke frontal zusammengeprallt und hatten sich ineinander verkeilt. Bei dem Unglück kamen mindestens zehn Menschen ums Leben, 80 wurden verletzt.

Die Deutsche Presse-Agentur hatte aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass die Tragödie auf der Strecke Holzkirchen-Rosenheim durch menschliches Versagen ausgelöst worden sei. Nach ersten Vernehmungen der Polizei ergibt sich aber kein dringender Verdacht gegen den Fahrdienstleiter. "Wir wehren uns vehement gegen dieses Gerücht", sagte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier am Mittwoch am Unglücksort im Hinblick auf entsprechende Berichte. Zwar könne ein Fehler oder Vergehen des Diensthabenden auch nicht ausgeschlossen werden; die Ermittlungen stünden noch am Anfang. Doch sei der Fahrdienstleiter bereits unmittelbar nach dem Zusammenstoß zweier Regionalzüge am Dienstag befragt worden. Daraus ergebe sich "noch kein dringender Tatverdacht", betonte Thalmeier.

Mehr zum Zugsunglück erfahren Sie hier.

Was man bisher weiß

  • Bei einem schweren Zugunglück in Oberbayern im Kreis Rosenheim sind Dienstag früh nach jüngsten Berichten zehn Menschen ums Leben gekommen.
  • 18 Menschen wurden schwer, 63 Reisende leicht verletzt. Außerdem wurde noch eine Person vermisst, wie die Polizei mitteilte.
  • Zwei Regionalzügen waren auf einer eingleisigen Strecke in der Nähe von Bad Aibling zusammengestoßen. Ein Zug entgleiste, mehrere Waggons stürzten um.
  • Mehrere Hundert Einsatzkräfte sind vor Ort, um Verletzte aus den Zügen zu retten und zu versorgen. Im Einsatz standen auch zahlreiche Rettungskräfte aus Tirol.
  • Die Polizei und die Bayerische Oberlandbahn GmbH haben Notrufnummern für Angehörige eingerichtet. Zum Blutspenden wurde aufgerufen.
  • Informationen über Österreicher unter den Passagieren liegen bisher keine vor.

Zugunfall in Oberbayern

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