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Rätselhafte Clownsichtungen
09/21/2016

Clowns terrorisieren die Vereinigten Staaten

Mysteriöse Clownsichtungen im Süden der USA nehmen zu und sorgen für Angst in der Bevölkerung.

von Thomas Trescher

Niemand weiß, ob die Gefahr real ist. Die Angst ist es jedenfalls. Die Angst vor etwas, das in den Wäldern lebt, und auf den geeigneten Moment wartet, um zuzuschlagen. Herzufallen über jene, denen sie eigentlich nur Freude bereiten sollten: die Kinder.

Kinder in den Wald gelockt

Es ist eine der rätselhaftesten Geschichten seit langem; die der Clowns, die den Süden der USA terrorisieren. Bereits Ende August ging ein Schauermärchen durch die US-amerikanischen Zeitungen: Mehrere Kinder in Greenville, South Carolina, berichteten, Clowns hätten ihnen Geld dafür geboten, mit ihnen mitzukommen in den finsteren Wald. Eine Frau erzählte, auf dem Heimweg habe ihr ein Clown zugewunken, der hell beleuchtet unter einer Straßenlaterne stand.

Info-Flyer wurden gedruckt, die Polizei patrouillierte verstärkt und im ganzen Land meldeten verschreckte Bürger ebenfalls Clownsichtungen – aber sie alle blieben unbestätigt. Die Clowns verschwanden so schnell wie sie aufgetaucht waren. Bis jetzt.

Ein Clown jagt Teenagern hinterher

Bis Bingerman Clownferd in Erscheinung trat. Vor wenigen Tagen tauchte ein Facebookprofil mit diesem Namen und dem Foto eines psychopathisch wirkenden Clowns auf. Er kündigte eine Tour durch Highschools in Montgomery, Alabama an. „Ich möchte die McKee-Highschool am Montag so sehr prügeln, aber es ist so weit weg“, schreibt er auf seinem Profil, danach folgte eine Liste von Highschools in Montgomery, in McKee, wollte er, weil es so weit weg ist, erst am Dienstag sein, davor stand die High School in South Lawn auf seinem Terminkalender. Die Schulen wurden unter polizeiliche Beobachtung gestellt, Bingerman Clownferd ist bislang nicht aufgetaucht.

Aber er ist kein Einzelphänomen. Am Sonntag sprang ein Clown in Brighton, Alabama, aus einem Gebüsch und jagte Teenagern hinterher, bis er in einen weißen Van sprang und verschwand. Flomo Klown aus Flomaton, Alabama, postete auf Facebook: „Es wird heute Nacht passieren“, daneben zwei Tränen lachende Smileys und zwei Waffen-Emojis. Zwei Schulen in Flomaton wurden abgeriegelt, drei Verdächtige verhaftet, denen vorgeworfen wird, hinter dem Profil zu stecken.

Von falschen und echten Clowns

In London, Kentucky, postete eine junge Frau ein verschwommenes Foto eines gruseligen Clowns auf Facebook. In South Carolina hat die Polizei mittlerweile eine Warnung abgegeben: Wer auch immer sich als Clown verkleidet, läuft Gefahr, verhaftet zu werden. Und in der New York Times hat sich mittlerweile der Clown Mike Becvar (Clownname: Sir Toony Van Dukes) über die diskriminierende Berichterstattung beklagt – denn die bösen Clowns seien gar keine echten Clowns, sondern nur verkleidet als Clowns: „Wenn diese Personen Arztkittel und Stethoskope tragen würden, würden die Medien schreiben, dass Ärzte versuchen, Kinder in den Wald zu locken?“

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