Chronik | Welt
23.10.2017

Geiselnahme in britischem Freizeitpark beendet

Bewaffneter Mann wurde verletzt und festgenommen. Laut Polizei lag bei dem Vorfall in einer Bowlinghalle keine terroristische Aktivität vor.

Die britische Polizei hat einen Mann, der zwei Angestellte einer Bowlinghalle mit einer Waffe bedroht haben soll, festgenommen. Das berichtete der Geschäftsführer des Bowling-Centers, Mehdi Amshar, in der englischen Stadt Nuneaton am Sonntagabend dem Sender BBC. Die Polizei habe das Gebäude gestürmt.

Nach Angaben von Rettungskräften wurde der Verdächtige noch am Tatort behandelt und dann ins Krankenhaus gebracht. Weitere Verletzte soll es nicht gegeben haben.

Kein Terrorhintergrund

Die Polizei hielt sich zunächst sehr bedeckt. Sie hatte auch zuvor nur von einem "Vorfall" berichtet und eindringlich davor gewarnt, sich dem Freizeitkomplex, in dem die Bowlinghalle liegt, zu nähern. Einen Terroranschlag hatte die Polizei schon früh ausgeschlossen, genaueres über das Tatmotiv ist allerdings noch unbekannt.

Ein Augenzeuge berichtete, der Mann habe beim Betreten der Bowlinghalle seine Schrotflinte über dem Kopf geschwenkt und geschrien: "Game over, Game over" (Das Spiel ist vorbei). Dutzende von Besuchern seien daraufhin schreiend und in Panik weggerannt.

Zu der Anlage gehören außer dem Bowling-Center auch ein Kino, Restaurants, ein Fitnesszentrum und ein Hotel. Viele Familien hatten mit ihren Kindern in dem Komplex bis zum Ende der Polizeiaktion hinter verschlossenen Türen ausgeharrt.
Der Coventry Telegraphzitierte den Kinobesucher Paul Edgington mit den Worten: "Unser Film stoppte und wir wurden angewiesen, alle in einen Raum zu gehen. Die Angestellten verriegelten alle Türen und Ausgänge." Dutzende von Polizisten waren im Einsatz, Hubschrauber kreisten über dem Freizeitkomplex in der Grafschaft Warwickshire.