Bluttat in Schweizer Bergidylle

Jener Mann, der in Daillon drei Menschen erschossen hat, war 2005 in psychiatrischer Behandlung.

Der Mann, der am Mittwochabend im Walliser Dorf Daillon drei Menschen erschossen und zwei weitere verletzt hat, war 2005 in die Psychiatrie eingeliefert worden. Damals wurden seine Waffen beschlagnahmt und zerstört. Trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen verfügte der Mann bei der Bluttat über mehrere Waffen, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Daillon sagte. Er schoss mit einem alten Armeekarabiner sowie mit einer Flinte.

 Bei den Todesopfern handelt es sich um drei Frauen im Alter von 32, 54 und 79 Jahren. Verletzt wurden zwei weitere Männer im Alter von 32 und 63 Jahren. Die getötete 33-Jährige und der schwer verletzte 32-Jährige waren ein Paar. Die getötete Frau hinterlässt kleine Kinder.

Der Schütze und die Opfer kannten einander offenbar, waren jedoch nicht direkt miteinander verwandt. Das Motiv des Schützen ist noch unbekannt. Er wurde beim Polizeieinsatz gravierend verletzt und befand sich im Spital. Weil er die Polizeibeamten bedroht hatte, machten diese von ihren Schusswaffen Gebrauch.

Zum Polizeieinsatz wurde - wie üblich bei einem Waffeneinsatz vonseiten der Polizei - eine Untersuchung eröffnet. Nicht bestätigt wurden Berichte, wonach der Schütze stark betrunken gewesen sei.

(apa / dk) Erstellt am
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