(Archivbild)

© dapd/Chad Slattery

Las Vegas/Honolulu
03/09/2017

Bizarrer Streit um Decke: Passagiermaschine umgeleitet

Ein Fluggast verweigerte die Zahlung von zwölf Dollar und wollte "mit jemandem nach draußen gehen". Der Pilot fühlte sich daraufhin von dem Mann bedroht und veranlasste eine Zwischenlandung in Los Angeles.

Wegen eines bizarren Streits um eine Decke für einen Fluggast ist eine Passagiermaschine auf dem Weg von Las Vegas nach Honolulu umgeleitet worden. Das Flugzeug der Hawaiian Airlines sei außerplanmäßig in Los Angeles zwischengelandet, weil ein Passagier renitent gewesen sei, teilte die Polizei am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Ein 66-jähriger Passagier hatte kurz nach dem Start nach einer Decke gefragt, weil ihm kalt war, wie ein Sprecher der Flughafenpolizei von Los Angeles sagte. Als ihm gesagt wurde, dass er dafür zwölf Dollar (rund 11,40 Euro) zahlen müsse, weigerte sich der Mann und verlangte nach einem führenden Manager der Airline.

"Nach draußen gehen"

Während eines Funkgesprächs in der Sache soll der empörte Passagier gesagt haben, er würde deshalb gerne mit jemanden "nach draußen gehen". Der Pilot habe dies als Bedrohung empfunden und angeordnet, dass die Maschine nach Los Angeles umgeleitet werde.

In der kalifornischen Metropole wurden beide Seiten von FBI und Polizei befragt. Die Beamten stellten daraufhin fest, dass keine Straftat begangen wurde. Der Passagier verließ dennoch freiwillig die Maschine und setzte seine Reise mit einem anderen Flieger fort.

Jet geriet in Wirbelschleppen eines Airbus A380

Weil er in die Wirbelschleppen eines A380 geflogen war, ist ein Executive Jet bereits im Jänner über dem Oman beinahe abgestürzt. Der Bombardier Challenger 604 geriet aufgrund der Luftverwirbelungen hinter dem Airbus-Großraumflieger außer Kontrolle, die Piloten mussten die Maschine in der Hauptstadt Muskat notlanden, berichtete das Expertennetzwerk "Aviation Herald" am Donnerstag.

Der Airbus befand sich am 7. Jänner auf seinem Weg von Dubai nach Sydney. Die Challenger-Maschine der deutschen Firma MHS Aviation passierte den Flieger in einer Höhe von etwa zehn Kilometern mit einer Entfernung von etwa 300 Metern, hieß es in einem Bericht des Luftfahrtportals Austrian Wings. Erst einige Minuten nach der "Begegnung" wurde der Jet von den Wirbelschleppen erfasst. Die Piloten konnten die Maschine nicht mehr unter Kontrolle halten, sie drehte sich mehrere Male um die eigene Achse, beide Triebwerke fielen aus.

Nachdem der mit neun Personen besetzte Business Jet innerhalb kürzester Zeit gravierend an Höhe verloren hatte, konnten die Piloten die Maschine doch noch unter Kontrolle bringen. Wegen Beschädigungen und weil mehrere Passagiere Verletzungen erlitten hatten, musste die Maschine in Muskat notlanden. Den Berichten zufolge nahm die deutsche Bundesuntersuchungsstelle für Flugunfälle (BFU) Ermittlungen zu dem Fall auf.

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