Babies lie on a bed inside the maternity ward of the government run Dr. Jose Fabella Memorial Hospital in Manila June 1, 2011. The ward, the busiest in the country, sees an average of 60 births a day. The Philippines' population growth rate of around 2.0 percent is above Southeast Asia's average of around 1.7 percent, with an estimated 200 babies born every hour. Lack of a national policy on birth control and access to modern family planning methods -- frowned upon by the powerful Catholic church -- are some of the factors that have led to the country's population ballooning to nearly 100 million, according to various government and private sector estimates, with the Philippines the second most populous nation in the region after Indonesia. Picture taken on June 1, 2011. REUTERS/Cheryl Ravelo (PHILIPPINES - Tags: SOCIETY HEALTH)

© Reuters/CHERYL RAVELO

Bevölkerungs-Wachstum
06/14/2013

Bald ist die achte Milliarde erreicht

Die Weltbevölkerung wächst schneller als erwartet - bis 2050 wird Nigeria die USA überholen.

Die Menschheit wächst schneller als erwartet und könnte schon in zwölf Jahren die achte Milliarde zählen: Während Europa schrumpft, findet das Wachstum nach dem am Donnerstag in New York vorgestellten Bevölkerungsbericht der Vereinten Nationen praktisch ausschließlich in Entwicklungsländern statt. Nigeria, heute 160 Millionen, könnte bis zur Mitte des Jahrhunderts seine Einwohnerzahl verdoppeln und die USA überholen - mit dramatischen sozialen Folgen.

10,9 Milliarden bis 2100

Zuletzt hatte die Menschheit im Herbst 2011 eine weitere Milliarde gezählt, die siebente. Nach Projektion der UNO könnten es bis 2025 etwa 8,1 und bis 2050 geschätzt 9,6 Milliarden Menschen sein. Zum Ende des Jahrhunderts sollen es 10,9 Milliarden sein.

Dabei ist die Entwicklung höchst unterschiedlich. Europa soll bis zur nächsten Jahrhundertwende 14 Prozent verlieren, von 742 auf 639 Millionen Menschen. Zwar werde die Geburtenrate von jetzt 1,5 je Mutter auf 1,9 Kinder deutlich steigen, dass sei aber immer noch weniger als die 2,1 Kinder pro Mutter, die für eine stabile Einwohnerzahl nötig ist.

In Afrika beträgt dieser Wert 4,9 Kinder pro Mutter. Die Zahl der Afrikaner soll sich deshalb bis 2100 fast vervierfachen, von heute 1,1 auf 4,2 Milliarden. Allerdings sehen die Gutachter eine drastisch sinkende Fertilitätsrate: Im Jahr 2050 soll sie nur noch bei 3,1 und 2100 bei 2,1 liegen.

Der Mensch wird älter

Allerdings steigt die Einwohnerzahl noch aus einem anderen Grunde: Die Menschen werden immer älter. In den letzten fünfzig Jahren ist die Lebenserwartung von 47 auf 69 Jahre gestiegen. Bis 2050 soll sie 76 Jahre erreichen und bis 2100 sogar auf 89 Jahre in entwickelten Ländern. Aber selbst in Dritte-Welt-Ländern sollen es noch 81 Jahre sein - ein dramatischer Anstieg.

Bei ihrer letzten Prognose hatten die Gutachter die Fruchtbarkeitsrate unterschätzt. Die ist auch in Asien höchst unterschiedlich. Schon in 15 Jahren soll Indien China als bevölkerungsreichstes Land bei etwa 1,45 Milliarden Einwohnern überholen. Allerdings soll die Zahl in beiden Ländern sinken: In Indien nach einer Spitze von 1,6 auf 1,5 Milliarden bis 2100. China soll zum selben Zeitpunkt nur noch 1,1 Milliarden Einwohner haben.

Nigeria steuert auf die Milliarde zu

Nicht unbedingt ist China dann das zweitgrößte Land. Denn die Chinesen bekommen Konkurrenz aus Afrika: Nigeria könnte dann auch die Milliarde deutlich überschreiten. Heute hat das Land nur 160 Millionen Einwohner, doppelt so viele wie Deutschland. Dabei ist schon ein Rückgang der Geburtenraten eingerechnet. Bliebe die wie bisher, könnte zum Beispiel Uganda seine Bevölkerungszahl verdreißigfachen.

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