Mehmet Ali Agca vor dem Petersdom im Vatikan.

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Vatikan
12/27/2014

Agca legte Blumen auf Grab von Johannes Paul II.

Papst-Attentäter bat im Vatikan vergeblich um Treffen mit Franziskus - Türke von Polizei festgenommen.

Mehmet Ali Agca, der 1981 ein Attentat auf Papst Johannes Paul II. verübt hat, hat am Samstag im Vatikan um ein Treffen mit Papst Franziskus gebeten. Als er eine negative Antwort erhielt, legte er Blumen auf das Grab des im April heiliggesprochenen Johannes Paul II. in den vatikanischen Grotten. Agca wurde danach von der italienischen Polizei festgenommen und in eine römische Polizeizentrale geführt, berichtete die Tageszeitung La Repubblica auf ihrer Webseite. Schon vor Wochen hatte Ali Agca den Wunsch geäußert, das Grab des polnischen Papstes zu besuchen.

Agca traf in Rom ein, nachdem er mit einem Auto aus Österreich angereist war. Dies berichtete La Repubblica auf ihrer Webseite, ohne genauere Angaben zu geben. "Ich hätte Papst Franziskus bei seiner Reise in der Türkei in November treffen wollen, doch es war nicht möglich. Ich bitte, ihn jetzt sehen zu können", wurde Agca von der Tageszeitung zitiert. Er bat die vatikanischen Behörden, auch einen Kurienkardinal treffen zu können.

Der vatikanische Pressesprecher, Pater Federico Lombardi, erklärte, dass der Vatikan die Bitte des Türken abgelehnt habe. "Agca hat Blumen auf das Grab von Johannes Paul II. gelegt. Ich glaube, das genügt", kommentierte Lombardi. Am Samstag vor genau 31 Jahren hatte Johannes Paul II. Agca im römischen Gefängnis besucht, in dem der Türke inhaftiert war, und verzieh ihm.

Agca, der zum Umfeld der rechtsextremen Organisation Graue Wölfe gehörte, hatte Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 während einer Audienz auf dem Petersplatz in Rom mit mehreren Schüssen lebensgefährlich verletzt. Agca wurde im Jänner 2011 freigelassen, nachdem er fast drei Jahrzehnte in Italien und der Türkei im Gefängnis gesessen war. Er lebt in seiner Heimat.

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