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USA

Wanderer stirbt kurz vor Gipfel: Vermutlich von Blitz getroffen

Ein Wanderer ist im US-Bundesstaat Utah nur wenige Meter vor dem Gipfel vermutlich von einem Blitz getroffen worden. Sein Bruder musste den tragischen Vorfall mitansehen.
Ein 59-jährige Wanderer brach kurz unterhalb des Gipfels der American Fork Twin Peaks in Utah zusammen

Ein 59-jähriger Bergsteiger ist bei einer Wanderung im US-Bundesstaat Utah vermutlich von einem Blitz getroffen und tödlich verletzt worden. Der Mann war gemeinsam mit seinem Bruder unterwegs und hatte den Gipfel beinahe erreicht, als sich das Wetter plötzlich umschlug.

Wetter verschlechterte sich während der Tour

Das Unglück ereignete sich bereits am 18. Juli in den American Fork Twin Peaks, einem beliebten Wandergebiet südöstlich von Salt Lake City. Nach Angaben des Salt Lake County Sheriff's Office starteten die Brüder ihre Tour in der Früh. Die Route kannten sie gut, sie hatten den Berg bereits mehrfach gemeinsam bestiegen.

Gegen 10.30 Uhr bemerkten sie aufziehende Gewitterwolken und legten eine Mittagspause ein, um die Wetterlage zu beobachten. Weil sie zunächst keine Blitze sahen, entschieden sie sich, den Aufstieg fortzusetzen.

Nur wenige Meter vor dem Gipfel

Rund eine Stunde später erreichten die Brüder den Gipfelbereich. Während der überlebende Bruder zuerst den östlichen Gipfel erreichte, verschlechterten sich die Wetterbedingungen zusehends. Er entschloss sich deshalb dazu, den Abstieg anzutreten. Der 59-Jährige setzte seinen Weg jedoch noch bis zum Gipfel fort. Laut Angaben der Behörden brach er unmittelbar nach Erreichen des höchsten Punktes zusammen. Ermittler gehen derzeit davon aus, dass er von einem Blitz getroffen wurde. Sein Bruder, der sich nur rund sechs Meter entfernt befand, alarmierte den Notruf.

Wanderer verstarb noch an der Unfallstelle

Einsatzkräfte der Such- und Rettungseinheit des Salt Lake County sowie ein Rettungshubschrauber machten sich umgehend auf den Weg. Der Mann konnte aus der Luft rasch lokalisiert werden. Wegen des anhaltenden Gewitters mussten die Retter jedoch warten, bis sich die Wetterlage beruhigte. Als sie den Wanderer schließlich erreichten, konnte nur noch dessen Tod festgestellt werden.

Blitzschlag als wahrscheinlichste Todesursache

Die Ermittlungen laufen bis zum Abschluss der Obduktion weiter. Nach aktuellem Stand gehen die Behörden jedoch von einem tödlichen Blitzschlag aus.

Warnung für hochalpines Gebiet ausgesprochen

Nach dem tragischen Vorfall appellierte Salt Lake County Sheriff Rosie Rivera an alle Bergsportler, Wetterwarnungen ernst zu nehmen. „Prüfen Sie die Wettervorhersage, bevor Sie aufbrechen. Beobachten Sie die Wetterentwicklung während der gesamten Wanderung und seien Sie bereit, Ihre Pläne zu ändern, sobald Gewitter aufziehen.“

Gerade in hochalpinem Gelände können sich Gewitter innerhalb weniger Minuten entwickeln. Gipfel, Grate und frei stehende Erhebungen zählen zu den gefährlichsten Orten bei Blitzschlag.

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