Nach Hinweis: 30 Kilogramm schweres Gold-Sonnenrad in Klärgrube von Villa gefunden
Der Eigentümer der Villa Kolbe in Radebeul, René Kuhnt, entdeckte ein vergoldetes Sonnenrad in einer alten Klärgrube, nachdem er einen Hinweis erhalten hatte.
Der Gastronom und Unternehmer René Kuhnt erwarb 2025 die denkmalgeschützte Villa Kolbe in Radebeul bei Dresden. Seither renoviert er das historische Gebäude, das mehrere Jahre leer gestanden hatte. Im Zuge der Sanierungsarbeiten machte er kürzlich eine außergewöhnliche Entdeckung: Nachdem er von einem Unbekannten einen Hinweis erhalten hatte, stieß er in der alten Klärgrube der Villa auf ein vergoldetes Sonnenrad.
Versteckte Wertsachen
Wie TAG24 berichtet, wurde Kuhnt beim Tag des offenen Denkmals von einem Älteren beiseitegenommen. „Er gab mir den Tipp, dass 1945, vor dem Einmarsch der Roten Armee, viele Wertsachen versteckt wurden. Alles, was glänzte, hätte man in einer Grube versenkt“, erinnerte sich der Bauherr. Das große Sonnenrad vom Vordach des Haupteingangs, das auf historischen Fotos zu sehen ist, müsse demnach noch irgendwo verborgen sein. Auch goldene Kugeln und weiterer Dachschmuck sollen damals abmontiert und sicher verwahrt worden sein.
Vergoldetes Sonnenrad befand sich in Klärgrube
Daraufhin machte er sich auf dem Gelände der repräsentativen Villa auf die Suche und wurde tatsächlich fündig. Mit einer Stange hatte er in einer etwa drei Meter tiefen Abwassergrube herumgestochert, als er auf das Objekt stieß. Unter einer rund 60 Zentimeter dicken Schicht aus Abwasser und Schlamm kam das seit Jahrzehnten verborgene Sonnenrad zum Vorschein.
Wie das Online-Portal Radebeul aktuell berichtet, soll die rund 30 Kilogramm schwere „Goldene Sonne“ in Tücher eingewickelt und anschließend im Schlamm versenkt worden sein. Der Villen-Eigentümer möchte das Sonnenrad nun von einem Kunstschmied aufarbeiten lassen und das Zierelement anschließend wieder auf dem Dach anbringen.
Weiterer Schatzfund möglich?
Gegenüber TAG24 erklärte Kuhnt, dass er die Grube auspumpen lassen wolle, in der Hoffnung, weitere Schätze zu entdecken und diese zu erhalten. Die Chancen dafür stehen offenbar nicht schlecht, denn auf dem Gelände befinden sich mehrere solcher Gruben.
Doch auch im Inneren der Anfang der 1890er-Jahre erbauten Villa könnte noch so manche Überraschung verborgen sein. Im Gespräch mit Radebeul aktuell verriet der Eigentümer, dass sich in einem der Räume eine große, zugemauerte Schranknische in der Wand befindet. „Wir werden sehen – es bleibt spannend“, so der Bauherr.
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