Bub (6) von 1,80 Meter langem Eiszapfen getroffen – schwer verletzt

Zahlreiche lange Eiszapfen hängen an einem gefrorenen Wasserfall im Winterwald.
Bei einem Familienausflug am Arzmooser Wasserfall in Flintsbach am Inn wurde ein sechsjähriges Kind von einem Eiszapfen getroffen und verletzt.

Am vergangenen Sonntag kam es während eines Familienausflugs am Arzmooser Wasserfall in Flintsbach am Inn (Bayern) zu einem Unfall. Ein sechsjähriger Bub wurde dabei von einem herabstürzenden Eiszapfen schwer verletzt

Kind von fast 2 Meter großem Eiszapfen getroffen

Das Unglück ereignete sich kurz vor 16 Uhr, als sich das Kind in der Nähe des spektakulären Eisvorhangs des Wasserfalls aufhielt. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, löste sich der "mannsgroße" Eiszapfen vermutlich aufgrund seines Eigengewichts. Die rund 1,80 Meter lange Eisspitze traf den Buben unmittelbar und begrub ihn unter sich. Die aus Rosenheim stammenden Eltern konnten ihren Sohn bergen und erstversorgen. 

Bub (6) schwer verletzt

An der anschließenden Rettungsaktion waren 20 Mitglieder der Bergwacht, vier Notärzte sowie zwei Polizeibergführer beteiligt. Mit einem Rettungshubschrauber wurde das schwer verletzte Kind in das Unfallkrankenhaus Murnau gebracht. Ein Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreute die Eltern vor Ort. 

Polizei warnt vor Gefahren von gefrorenen Wasserfällen

Gewicht, Fallhöhe, die spitze Form sowie die Härte des Eises dürfen nicht unterschätzt werden. Die Polizei warnt eindringlich vor den Gefahren gefrorener Wasserfälle. Ein Sprecher der Grenzpolizeiinspektion Raubling erklärte gegenüber der OVB Heimatzeitungen: "Das Kind hatte großes Glück, wurde aber durch das Gewicht des Eiszapfens schwer verletzt." Durch das rasche Eingreifen der Eltern konnte Schlimmeres verhindert werden. 

Am Montag gab ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Rosenheim Entwarnung: Der Bub befinde sich inzwischen außer Lebensgefahr.

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