Hafen von Antwerpen (Archivbild)

© EPA/OLIVIER HOSLET

Chronik Welt
01/10/2022

Über Antwerpen und Rotterdam kamen Rekordmengen an Kokain

70.000 Kilogramm in einem Jahr beschlagnahmt, das entspricht einem Wert von fünf Milliarden Euro.

Niederländische Fahnder haben im vergangenen Jahr im Hafen von Rotterdam eine Rekordmenge Kokain mit Verkaufswert von rund 5 Milliarden Euro sichergestellt. Gut 70.000 Kilogramm waren entdeckt worden, rund 74 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Staatsanwaltschaft am Montag in Rotterdam mitteilte. Insgesamt 198 Personen waren nach Angaben der Justiz festgenommen worden.


Schon 2020 war eine Rekordmenge von rund 40.000 Kilogramm sichergestellt worden. Rotterdam und Antwerpen gelten als größte Einfuhrhäfen von Kokain in Europa. An anderen Orten im Land waren zusätzlich mehr als 2.100 Kilogramm Kokain sichergestellt worden.


Vier Mal hatten die Fahnder den Angaben zufolge Mengen von jeweils rund 4.000 Kilogramm entdeckt. Erst im Dezember war die größte Einzelmenge von 4180 Kilogramm Kokain in einer Ladung Bananen sichergestellt worden.

Korrupte Hafenmitarbeiter

In den meisten Fällen verstecken nach Informationen der Justiz organisierte Banden in Südamerika die Drogen in Schiffscontainern zwischen anderer Ware. Im Hafen von Rotterdam würden sie dann von Handlangern aus den Containern geholt, oft mit Hilfe von korrupten Hafenmitarbeitern.


Justiz und Polizei wollen künftig stärker gegen korrupte Hafenmitarbeiter und Beamte vorgehen. „Eins steht fest: Ohne Hilfe von Insidern im Hafen sind Kriminelle nichts“, erklärte die Staatsanwaltschaft.

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