┬ę APA/AFP/INDONESIA MILITARY/HANDOUT

Chronik Welt
04/21/2021

U-Boot mit 53 Menschen an Bord vor Bali vermisst

Das in Deutschland gebaute, 40 Jahre alte Boot ist vermutlich gesunken. Singapur und Australien wurden um Hilfe gebeten.

In Indonesien herrscht gro├če Sorge um die Besatzung eines vermissten U-Boots. Die vor 40 Jahren in Deutschland gebaute KRI Nanggala-402 sei vermutlich n├Ârdlich von Bali gesunken, zitierte das Nachrichtenportal "Kompas" am Mittwoch den Milit├Ąrsprecher Hadi Tjahjanto.

An Bord waren 53 Menschen, wie der Leiter des Marine- Informationsdienstes, Julius Widjojono, mitteilte. Andere L├Ąnder in der Region boten Hilfe bei der Suche an.

Der Kontakt war gegen 3.00 Uhr (Ortszeit) w├Ąhrend einer ├ťbung abgebrochen, dann verschwand das knapp 60 Meter lange U-Boot etwa 95 Kilometer vor der Insel Bali. M├Âglicherweise befinde es sich in einer Mulde auf dem Meeresboden in etwa 700 Metern Tiefe, hie├č es.

├ľlfleck im Meer

Das Verteidigungsministerium in Jakarta teilte mit, Helikopter h├Ątten einen ├ľlfleck im Meer entdeckt - ungef├Ąhr an der Stelle, an dem es zuletzt Kontakt zu dem U-Boot gab. "Die Suche mit zwei Schiffen, die mit Seitensichtsonar ausgestattet sind, dauert an", hie├č es. Singapur und Australien wurden Berichten zufolge um Hilfe bei der Suche gebeten, weil sie U-Boot-Rettungsschiffe bes├Ą├čen.

Laut der Nachrichtenagentur Antara News wurde die KRI Nanggala-402 mit diesel-elektrischem Motor 1977 beim Unternehmen Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel bestellt und 1981 in Betrieb genommen. Andere Medien hatten zuvor 1979 als Jahr der Inbetriebnahme genannt. Eine General├╝berholung war 2012 in S├╝dkorea abgeschlossen worden.

Bergungen sind schwierig

Bergungen aus gro├čer Tiefe sind extrem schwierig. Im November 2017 war das argentinische U-Boot "ARA San Juan" mit 44 Seeleuten an Bord auf der Fahrt von Ushuaia im ├Ąu├čersten S├╝den Argentiniens nach Mar del Plata verschwunden. Zuvor hatte es technische Probleme an Bord gegeben.

Eine Suchmannschaft der privaten Firma Ocean Infinity hatte das gesunkene U-Boot erst ein Jahr sp├Ąter in mehr als 900 Metern Tiefe vor der patagonischen K├╝ste geortet. Die Regierung schloss eine Bergung des Schiffes damals aus. Argentinien verf├╝ge nicht ├╝ber die n├Âtigen technischen M├Âglichkeiten, hie├č es zur Begr├╝ndung.

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