Baukran soll auf vollbesetzten Zug gestürzt sein: Mindestens 30 Tote in Thailand
Zusammenfassung
- Mindestens 30 Tote und Dutzende Verletzte nach Zugsunglück in Thailand, als ein Baukran auf einen vollbesetzten Zug stürzte.
- Der Unfall ereignete sich im Bezirk Sikhio, Provinz Nakhon Ratchasima, auf der Strecke Bangkok–Ubon Ratchathani; 195 Menschen waren an Bord.
- Der Kran gehörte zu einem Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt, die Unfallursache wird noch untersucht, Rettungskräfte sind im Einsatz.
Nach dem Zugsunglück in Thailand steigt die Opferzahl: Nach Behördenangaben vom Mittwoch kamen mindestens 30 Menschen ums Leben, Dutzende wurden schwer verletzt. Unterdessen dürfte sich langsam Klarheit zum Unfallhergang manifestieren. Demnach dürfte ein Konstruktionskran auf den Zug gestürzt sein, nicht - wie ursprünglich kolportiert - der Zug gegen den bereits umgestürzten Kran gerast sein. Der Kran traf zwei Waggons, der Zug entgleiste und fing Feuer.
Der Stahlkran wurde für den Gleisbau eingesetzt. Bis Mittwochvormittag (Ortszeit) wurden mindestens 22 Todesopfer geborgen, etwa 70 weitere Passagiere wurden teilweise schwer verletzt, wie thailändische Medien berichteten. Das Unglück ereignete sich im Bezirk Sikhio in der Provinz Nakhon Ratchasima, etwa 230 Kilometer nordöstlich von Bangkok.
Schneidgeräte zur Bergung der Opfer
Mehrere Einsatzteams wurden umgehend zum Unfallort entsandt, um den Opfern zu helfen und Verletzte aus dem Wrack zu befreien. Die Retter waren unter anderem mit hydraulischen Schneidgeräten und Löschfahrzeugen im Einsatz. Mehr als 20 Verletzte sollen in kritischem Zustand sein. In den Trümmern würden zudem weitere Todesopfer befürchtet, hieß es.
195 Menschen an Bord
Nach Angaben des staatlichen Bahnbetreibers (SRT) war der Zug mit drei Waggons von der Hauptstadt Bangkok nach Ubon Ratchathani im Nordosten von Thailand unterwegs. An Bord sollen sich 195 Menschen befunden haben, darunter Passagiere und Personal. Transportminister Phiphat Ratchakitprakarn ordnete eine Untersuchung an.
Der Kran war Teil eines großen Bauprojekts - der thailändisch-chinesischen Hochgeschwindigkeitsstrecke (HGV), die Thailand in Zukunft über Laos mit China verbinden soll. Warum der Kran umstürzte, wird noch untersucht.
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