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Schusswechsel in Montreal: Mehrere Tote

Der Angriff im Viertel Cote-des-Neiges sorgte für Entsetzen in Kanada, wo derartige Gewalttaten selten sind.
CANADA-SHOOTING

Zusammenfassung

  • Bei einem Schusswechsel im Montrealer Viertel Cote-des-Neiges wurden ein Polizist, ein Zivilist und der mutmaßliche Täter getötet, zudem wurden zwei Menschen verletzt.
  • Die Ermittler schlossen ein terroristisches Motiv aus; Medienberichte über eine mögliche Nähe des Täters zur Incel-Bewegung wurden von den Sicherheitsbehörden nicht bestätigt.
  • Die Polizei wurde durch einen Zeugen alarmiert, geriet am Tatort unter Beschuss und erschoss den Verdächtigen; weitere Täter gibt es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Bei Schüssen in Montreal sind drei Menschen getötet worden. Neben einem Polizisten und einem Zivilisten sei auch der mutmaßliche Angreifer unter den Toten, teilte die Polizei mit. Außerdem gebe es zwei Verletzte, darunter eine Polizistin. 

Der Angriff im Viertel Cote-des-Neiges sorgte für Entsetzen in Kanada, wo derartige Gewalttaten selten sind. Es sei ein "Alptraum", dessen Hintergründe noch offen seien. Ein terroristisches Motiv schlossen die Ermittler aus.

Schütze soll Manifest hinterlassen haben

Medienberichten zufolge soll der Täter Anhänger der frauenfeindlichen Incel-Bewegung gewesen sein. Der Schütze habe ein Manifest hinterlassen, das hasserfüllte Sprache enthielt, die typisch für die sogenannte Incel-Bewegung ist - eine antifeministische Online-Community, die archaische Rollenbilder und frauenfeindliche Narrative propagiert. Eine Bestätigung der Sicherheitsbehörden gab es dafür nicht. Ein Anhänger dieser Bewegung hatte 2018 bei einem Angriff in Toronto elf Menschen getötet - überwiegend Frauen.

Die Premierministerin von Québec, Christine Fréchette, erklärte, es sei "unerlässlich, die Behörden ihre Arbeit machen zu lassen". Sie warnte zudem vor "Spekulationen".

Police officers enter a supermarket through a broken window as they operate amidst a deadly shooting incident, in Montreal

Täter von Einsatzkräften erschossen

"Wir haben einen Verdächtigen, und er wurde erschossen", sagte der Polizeichef von Montreal, Fady Dagher. Weitere Verdächtige gibt es den Ermittlern zufolge nicht. Die verletzte Polizistin schwebe nicht in Lebensgefahr. Mit Blick auf den getöteten Polizisten sprach Dagher vor Journalisten von einem "Alptraum". Der letzte Tod eines Polizisten im Dienst in Montreal liegt seinen Angaben zufolge 24 Jahre zurück.

Die Polizei erklärte, sie sei telefonisch von einem Zeugen alarmiert worden. Die Beamten seien bei ihrer Ankunft am Tatort unter Beschuss geraten, sagte der Polizeisprecher. Daraufhin rückten gepanzerte Fahrzeuge und schwer bewaffnete Einheiten der Polizei an. Bilder in den Onlinenetzwerken zeigten einen Verdächtigen in militärischer Kleidung mit einem Gewehr, der auf dem Boden liegt.

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