Chronik Welt
08/05/2020

Satellitenbilder zeigen Beirut vor und nach der Explosion

"Es ist eine Katastrophe im wahrsten Sinne des Wortes." Satellitenaufnahmen zeigen Ausmaß der Verwüstung.

Dutzende Tote und tausende Verletzte, brennende Schiffe und Lagerhallen, verwüstete Gebäude und Straßen: Zwei gewaltige Explosionen im Hafen von Beirut haben immense Zerstörungen angerichtet. Wie verheerend die Explosion war, das zeigen auch Satellitenaufnahmen aus der Hafenregion. 

Laut Ministerpräsident Hassan Diab waren 2750 Tonnen Ammoniumnitrat detoniert. Das Material sei seit sechs Jahren ohne Vorsichtsmaßnahmen in einem Lagerhaus untergebracht gewesen. Weshalb es explodierte, war ungewiss. Ammoniumnitrat kann zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden.

Große Teile des Hafens und der umliegenden Stadtgebiete wurden verwüstet. Auf Bildern waren unter Trümmern eingeklemmte Menschen zu sehen, viele von ihnen blutüberströmt. Die Krankenhäuser seien mit den vielen Verletzten komplett überlastet, sagte Gesundheitsminister Hamad Hassan beim Besuch eines Hospitals. "Es ist eine Katastrophe im wahrsten Sinne des Wortes." Der Oberste Verteidigungsrat des Landes erklärte die Stadt zur "Katastrophenzone".

Die erste der zwei großen Detonationen erzeugte eine große Rauchwolke, die rötliche Färbung entand durch das vermutlich explodierte Ammoniumnitrat

LEBANON-BLAST

Helfer bergen einen Verletzten

Satellitenaufnahme des Explosionsortes im Hafen von Beirut, entstanden vor einigen Tagen

Kurz nach der ersten folgte die zweite, noch gewaltigere Detonation: Dass die Druckwelle auf den vielen kursierenden Videos als weiße "Kugel" deutlich sichtbar ist, liegt laut Experten an der feuchten Luft - das Wasser verdampfte blitzschnell

Large explosion in harbor area rocks Lebanon

TOPSHOT-LEBANON-BLAST

LEBANON-BLAST

Aftermath of Tuesday's blast in Beirut's port area

"Alle Gebäude hier in der Gegend sind eingestürzt", berichtete Makruhie Jerganian, die seit Jahrzehnten nahe des Hafens wohnt. "Ich habe vieles erlebt, aber so etwas noch nie", sagte die pensionierte Lehrerin, die auch den Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 in dem arabischen Land miterlebte.
 

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