Blutroter Himmel: Rätselhaftes Leuchten in Australien sorgt für Aufsehen
Australien: Der tropische Zyklon Narelle sorgt an der Westküste für einen blutroten Himmel. Hintergrund ist ein seltenes und spektakuläres Naturphänomen.
Die Aufnahmen, die in den vergangenen Tagen in den sozialen Medien aus Teilen Westaustraliens kursierten, wirkten nahezu unwirklich: Mitten am helllichten Tag verdunkelte sich der Himmel und die Landschaft wurde in ein intensiv leuchtendes Rot getaucht. Hinter den apokalyptisch anmutenden Bildern steckt jedoch ein seltenes, aber natürliches Phänomen.
Westaustralien: Himmel war blutrot
Ausgelöst wurde es durch den Zyklon Narelle, der am Freitag die Westküste Australiens erreichte. Mit dem tropischen Wirbelsturm gingen starke Winde, heftige Regenfälle sowie Staub- und Sandstürme einher. Dabei wurde feiner Wüstenstaub in die Atmosphäre aufgewirbelt, der das Sonnenlicht so streute, dass der Himmel rötlich erschien.
Besonders stark betroffen war laut Fox Weather die Region der Meeresbucht Shark Bay, darunter auch der Küstenort Denham.
Eisenhaltiger Sand und Lichtstreuung
Da der Wüstensand in Regionen wie Shark Bay sehr eisenhaltig ist, erscheint dieser rötlich. Wird der Sand durch Stürme in die Luft geblasen, entsteht in Kombination mit gestreutem Sonnenlicht der rötlich-orangefarbene Effekt, da die längeren roten Wellenlängen weniger stark gestreut werden als die kürzeren blauen und grünen, die größtenteils absorbiert werden.
Verstärkt wird dieser Effekt, wenn der Staub außergewöhnlich dicht ist. Mehrere Medien wie die New York Times, CNN oder die Washington Post veröffentlichten Berichte mit den außergewöhnlichen Aufnahmen.
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