Nach 7 Monaten Flucht: Mutmaßlicher Polizistenmörder in Australien tot
Zusammenfassung
- Der mutmaßliche Polizistenmörder Dezi Freeman wurde nach monatelanger Flucht bei einer Konfrontation mit der Polizei in Victoria erschossen.
- Freeman hatte im August zwei Polizisten getötet und einen weiteren schwer verletzt, was eine beispiellose Großfahndung auslöste.
- Er galt als Anhänger der "Sovereign Citizens"-Szene und die Polizei prüft, ob er während seiner Flucht Unterstützung erhielt.
Monatelang hatte er eine ganze Region in Angst versetzt, nun hat die spektakuläre Flucht eines mutmaßlichen Polizistenmörders in Australien blutig geendet. Der seit Ende August gesuchte Schütze Dezi Freeman ist bei einem Polizeieinsatz im Bundesstaat Victoria getötet worden. Nach Polizeiangaben kam es zu einer rund dreistündigen Konfrontation, bevor der 56-Jährige schließlich von Beamten erschossen wurde.
Spezialeinheiten hatten Freeman auf einem abgelegenen Grundstück in einer containerähnlichen Struktur nahe der Ortschaft Thologolong im Bundesstaat Victoria aufgespürt. Er galt als einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes.
Beispiellose Großfahndung
Vor sieben Monaten hatte er auf seinem Grundstück nahe der Ortschaft Porepunkah, rund 300 Kilometer nordöstlich von Melbourne, das Feuer auf Polizeibeamte eröffnet. Zwei Polizisten wurden getötet, ein weiterer schwer verletzt. Freeman entkam bewaffnet in dicht bewaldetes Gelände - der Beginn einer beispiellosen Großfahndung. Freemans Ehefrau Amalia, die drei Kinder mit ihm hat, forderte ihn öffentlich auf, sich zu stellen.
Über Monate hinweg durchkämmten Hunderte Einsatzkräfte das schwer zugängliche Gebiet, unterstützt von Hubschraubern, Drohnen und Hundestaffeln. Die Behörden warnten wiederholt, der Gesuchte sei "gemeingefährlich".
Australischer "Reichsbürger"
Freeman wurde der sogenannten "Sovereign Citizens"-Szene zugerechnet - einer ideologischen Strömung, die mit den deutschen "Reichsbürgern" vergleichbar ist. In Medienberichten und Gerichtsdokumenten wurde er als vorbestrafter Waffennarr beschrieben, der gegen jede staatliche Autorität aufbegehrte. Die Ermittlungen dauern unterdessen an. Die Polizei prüft insbesondere, ob Freeman während seiner Flucht Unterstützung aus dem Umfeld erhalten hat.
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