Beliebte Urlaubsstrände gesperrt: Hochgiftige Meerestiere an der Küste
Zusammenfassung
- Mehrere Strände an der französischen Atlantikküste wurden vorsorglich wegen Portugiesischer Galeeren gesperrt, darunter Mimizan, Ilbarritz bei Biarritz sowie Küstenabschnitte in der Bretagne und im Baskenland.
- Die oft mit Quallen verwechselten Portugiesischen Galeeren sind Kolonien aus Polypen mit bis zu 30 Meter langen, hochgiftigen Tentakeln, deren Kontakt schmerzhafte Hautverletzungen und in seltenen Fällen schwere Reaktionen auslösen kann.
- Behörden raten, die Tiere auch tot nicht anzufassen, betroffene Stellen nach Kontakt mit Meerwasser oder Essig zu spülen und bei starken Beschwerden medizinische Hilfe zu suchen.
An der französischen Atlantikküste wurden vorsorglich mehrere Strände wegen Portugiesischer Galeeren gesperrt. Betroffen sind Mimizan, Ilbarritz bei Biarritz sowie Küstenabschnitte in der Bretagne und im Baskenland, wie vol.at berichtet.
Die Tiere werden aufgrund ihres Aussehens häufig mit Quallen verwechselt. Sie besitzen eine blau-violette „Blase“ sowie lange Tentakel, die zehn bis 30 Meter lang werden können und mit giftigen Nesselzellen besetzt sind. Tatsächlich handelt es sich bei Portugiesischen Galeeren jedoch nicht um einzelne Tiere, sondern um eine Kolonie aus vielen spezialisierten Polypen, die als eine Einheit zusammenarbeiten.
Die Portugiesische Galeere ist weltweit verbreitet und kann bei Berührung schmerzhafte Hautverletzungen verursachen. In seltenen Fällen kann es auch zu schweren körperlichen Reaktionen kommen. Vor allem Kindern, Allergikern und Menschen mit empfindlicher Haut wird geraten, Abstand zu den Meerestieren zu halten und Verletzungen nach einem Kontakt sorgfältig behandeln zu lassen.
Was sollte man nach einem Kontakt mit Portugiesischen Galeeren tun?
Die französischen Behörden raten dringend davon ab, die Tiere anzufassen – auch dann nicht, wenn sie bereits tot am Strand liegen. Laut vol.at bleiben selbst abgetrennte Tentakel noch mehrere Tage hochgiftig.
Kommt es dennoch zu einem Kontakt, sollten umgehend Rettungsschwimmer informiert und die Verletzungen rasch behandelt werden. Die betroffene Stelle sollte mit Meerwasser oder Essig gespült werden. Keinesfalls sollte die Haut gerieben oder mit Alkohol gereinigt werden. Sichtbare Tentakel sollten vorsichtig mit einer Pinzette entfernt werden, dabei sollten möglichst Handschuhe getragen werden. Bei starken Schmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Kreislaufproblemen sollte medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Wo kommen Portugiesische Galeeren vor?
Die giftigen Meerestiere kommen in Europa vor allem an den Küsten vor, die mit dem Atlantik verbunden sind. Sie werden von Wind und Meeresströmungen verdriftet und treten nicht jedes Jahr in gleicher Zahl auf.
Besonders häufig werden Portugiesische Galeeren an den Atlantikküsten Portugals, Spaniens und Frankreichs sowie in Irland und Großbritannien gesichtet.
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