Mutter und Tochter ertrinken bei Rettung eines Siebenjährigen
Mutter und Tochter verunglückten während Rettungsversuch.
An einem beliebten Strand in der englischen Grafschaft Essex endete ein Familienausflug in einer Tragödie. Eine Mutter und ihre 15-jährige Tochter kamen ums Leben, als sie versuchten, einen siebenjährigen Angehörigen aus dem Meer zu retten.
Tragisches Unglück an Touristenstrand in Essex
Ein Badeausflug an der englischen Küste ist für eine Familie aus London tödlich geendet. Am Mittwochabend gerieten am West Mersea Beach in der Grafschaft Essex mehrere Familienmitglieder im Wasser in Not. Wie die Essex Police gegenüber BBC mitteilte, gingen am frühen Abend Notrufe ein, nachdem sich eine Frau und ein Mädchen im Meer nicht mehr selbst retten konnten. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten beide versucht, einem siebenjährigen Buben zu helfen, der zuvor in Schwierigkeiten geraten war.
Mutter und Tochter versterben am Unglücksort
Trotz eines Großeinsatzes der Rettungskräfte konnten Mutter und Tochter nicht mehr reanimiert werden. Der Bub wurde in ein Krankenhaus gebracht und befindet sich weiterhin in kritischem Zustand. Laut Polizei stammen alle an dem Unglück beteiligten Personen aus derselben Familie. Der siebenjährige Bub soll der Cousin der 15-Jährigen sein.
Welle soll Panik verursacht haben
Gegenüber der BBC berichtete der Schwager der Verstorbenen, dass sich rund zehn Familienmitglieder gemeinsam im Wasser aufgehalten hätten. Dann sei plötzlich eine große Welle gekommen. „Wir sind alle sprachlos. Niemand kann glauben, was passiert ist“, sagte er der BBC. Der Vater der Verstorbenen erklärte gegenüber dem Telegraph, dass sich der siebenjährige Bub nach wie vor auf einer Intensivstation in London befinde und künstlich beatmet werde.
Strand gilt als gefährlich
Der West Mersea Beach liegt rund 110 Kilometer nordöstlich von London und ist besonders in den Sommermonaten ein beliebtes Ausflugsziel. Allerdings verfügt der Strand über keine dauerhaft stationierten Rettungsschwimmer.
Behörden weisen Besucher regelmäßig darauf hin, dass Strömungen und Wasserverhältnisse dort schwer vorhersehbar sein können. Medienberichten zufolge befand sich die Familie zum Zeitpunkt des Unglücks mehr als 100 Meter vom Ufer entfernt. Augenzeugen sollen deshalb angewiesen worden sein, nicht selbst ins Wasser zu gehen, um weitere Opfer zu vermeiden.
Ermittlungen eingeleitet
Die Ermittlungen zum genauen Hergang dauern an. Die Polizei arbeitet gemeinsam mit der Gerichtsmedizin an der Aufklärung des Vorfalls. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es derzeit nicht.
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