Beschwerde wegen Lärmbelästigung, weil Kinder zum Essen gerufen werden
In einem britischen Wohngebiet sorgt eine ungewöhnliche Beschwerde für Aufregung: Eltern wurden von der Wohnungsbaugesellschaft ermahnt, weil sie ihre Kinder von einer gemeinschaftlich genutzten Wiese zum Abendessen rufen. Das berichtet die britische Zeitung Mirror.
Die Vorwürfe wegen „Lärmbelästigung“ und „antisozialen Verhaltens“ haben in der Nachbarschaft für Kopfschütteln gesorgt.
Wohnungsbaugesellschaft droht mit Maßnahmen
Die betroffenen Familien in Lincolnshire haben Briefe von der Wohnungsbaugesellschaft erhalten, in denen sie aufgefordert werden, die Geräuschkulisse zu reduzieren. Laut der Wohnbaugesellschaft sei es möglich, dass in Zukunft Lärmüberwachungen eingerichtet werden.
Der Brief der Gesellschaft betont laut Mirror: „Der Bericht bezieht sich auf Rufe in einem Gemeinschaftsbereich, das Schreien von Kindern, um nach dem Spielen auf der Gemeinschaftswiese ins Haus zu kommen, und deutet darauf hin, dass dies zu verschiedenen Zeiten, auch tagsüber und abends, vorkommen könnte.“
Anwohner empört: „So, als würde jemand Kinder hassen“
Die Reaktionen der Anwohner ließen laut Mirror nicht lange auf sich warten. Viele halten die Beschwerde für überzogen. Susan Coleman, 53, Großmutter und Anwohnerin, zeigt keinerlei Verständnis: „Die Kinder draußen spielen ist heutzutage selten genug. Normalerweise kleben sie an ihren Videospielen oder Handys“, wird sie von der Zeitung zitiert und fügt hinzu: „Es ist doch verrückt, dass sich jemand darüber beschwert. Die Kinder sind einfach draußen und genießen den Sommer. Das ist der Klang, den wir alle aus unserer Kindheit kennen.“
Ein weiterer Anwohner, James, 38, Vater von zwei Kindern, erklärt gegenüber Mirror, dass die Rufe meist gegen 18 Uhr zu hören seien und niemanden ernsthaft stören würden. „Es ist wirklich nicht laut und schon gar nicht störend. Das ist einfach Teil des Familienlebens. Es wirkt fast so, als würde jemand Kinder hassen.“
Wohnbaugesellschaft: „Nehme Berichte ernst“
Die Wohnbaugesellschaft, die über 40.000 Wohnungen verwaltet, verteidigt das Vorgehen. In einer Stellungnahme, aus der Mirror zitiert, erklärt ein Sprecher: „Wir nehmen Berichte über Lärmbelästigungen ernst und möchten friedliche Nachbarschaften für unsere Kunden schaffen. Es gab Beschwerden über Lärm in Zusammenhang mit zwei Haushalten in Viscount Close. Wir haben die betroffenen Anwohner schriftlich informiert und bereits mit einem von ihnen gesprochen.“
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