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Aufregung auf MSC-Kreuzfahrtschiff: Durchsage löste Panik aus

Mit einer gefälschten Notfalldurchsage sorgten sechs Passagiere auf der MSC Divina für Aufregung. Gegen die Verdächtigen wird inzwischen ermittelt.
Großes MSC-Kreuzfahrtschiff mitten im Ozean

Am Donnerstag, dem 30. Juli, sorgte eine Notfalldurchsage an Bord der MSC Divina für Aufregung unter den Passagieren. Wie sich später herausstellte, handelte es sich jedoch um einen Fehlalarm. Mehrere Reisende sollen sich zuvor unbefugt Zugriff zum Lautsprechersystem des Kreuzfahrtschiffs verschafft und eine beunruhigende Meldung verbreitet haben.

Italienischen Zeitungsberichten zufolge ereignete sich der Vorfall gegen 6:30 Uhr in den frühen Morgenstunden auf dem Kreuzfahrtschiff MSC Divina, das sich auf der Fahrt von Marmaris (Türkei) nach Neapel (Italien) befand. Nach Angaben von La Repubblica handelte es sich bei den mutmaßlichen Verursachern um sechs volljährige Passagiere mit italienischer Staatangehörigkeit, die zwei getrennten Kabinen untergebracht waren.

Durchsage: Schiff treibt manövrierunfähig auf dem Wasser

Die jungen Männer sollen laut dem Zeitungsbericht eine Sicherheitslücke im Bordnetzwerk ausgenutzt haben und Zugriff auf das Computersystem der Schiffssprechanlage erlangt haben. Von dort verbreiteten sie die vermeintliche Notfallmeldung, dass der Kapitän die Kontrolle über das Schiff verloren habe und dieses manövrierunfähig auf dem Wasser treiben würde. Die Durchsage war auf zwei Decks über die Bordlautsprecher zu hören. 

Sechs junge Erwachsene mutmaßliche Verdächtige

Mehrere beunruhigte Passagiere alarmierten daraufhin die italienische Küstenwache. Infolgedessen leitete die Einsatzzentrale der Hafenbehörde Roms eine Intervention ein. Anschließend richtete sich auch der Kapitän mit einer Klarstellung über die Bordlautsprecher an die Passagiere. Dabei entschuldigte er sich für die Verunsicherung sowie die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Der Kapitän, der den Vorfall zur Anzeige brachte, kooperierte mit den Behören und der Grenzpolizei, die das Schiff bei der Ankunft im Hafen von Neapel betraten. Sechs Verdächtige konnten schließlich ausfindig und als mutmaßliche Täter identifiziert werden. 

Falscher Notfall: Reederei bestätigt Durchsage

Die sechs mutmaßlichen Täter wurden den zuständigen Justizbehörden übergeben. Gegen sie läuft inzwischen ein Ermittlungsverfahren. Die Reederei bestätigte den Vorfall. In einer Stellungnahme betonte sie: „Zu keinem Zeitpunkt wurden die Schiffssysteme – einschließlich der Computersysteme – gehackt oder kompromittiert und der sichere Betrieb des Schiffes wurde in keiner Weise beeinträchtigt.“ 

Ein Sprecher von MSC Cruises erklärte gegenüber People zudem, dass die Sicherheitslücke inzwischen geschlossen wurde. Darüber hinaus seien Maßnahmen ergriffen worden, um einen ähnlichen Vorfall künftig zu verhindern.

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