Ohne Wasser und Essen: Mann (36) überlebt vier Tage in Schlammloch
Ein Mann (36) aus Florida wurde nach mehreren Tagen ohne Wasser und Nahrung aus einem Schlammloch nahe einer Kiesgrube gerettet. Er steckt bis zu den Schultern fest.
Seit dem Valentinstag galt der 36-jährige Andrew Giddens aus Jacksonville, Florida, als vermisst. Mehr als eine Woche nach seinem Verschwinden entdeckten lokale Einsatzkräfte den Mann lebend, jedoch in kritischem Zustand: Er steckte bis zu den Schultern im treibsandähnlichen Schlamm in einer Kiesgrube fest. Rund vier Tage lang war er eisigen Temperaturen ausgesetzt, nahezu bewegungsunfähig, und hatte weder Wasser noch Nahrung zur Verfügung.
Verlassenes Auto bei Kieswerk gefunden
Wie The Guardian unter Berufung auf eine Presseaussendung der Polizei berichtet, stieß der stellvertretende Sheriff Derrick Holmes vom Sheriffbüro Putnam County am 23. Februar auf das verlassene Auto von Giddens auf dem Gelände eines Kieswerks der Vulcan Materials Company. Bei der Überprüfung der Fahrzeugregistrierung erkannte Holmes sowohl den Namen als auch das Kennzeichen des 36-Jährigen wieder, da er Giddens bereits 2023 beim Hausfriedensbruch auf einem anderen Firmengelände desselben Unternehmens aufgegriffen hatte.
Mann seit 14. Februar vermisst
Daraufhin forderte Holmes die Firmenverantwortlichen auf, das Gelände nach Spuren abzusuchen. Auch ein Luftbildsuchvorgang wurde gestartet – ohne Erfolg. Zudem durchsuchten Polizeibeamte das Haus von Giddens. Verwandte und Freunde teilten dem Sheriff mit, dass sie seit dem 14. Februar keinen Kontakt mehr zu ihm hatten und dass er aufgrund einer kürzlichen Trennung psychisch belastet sei.
Vermisster steckte in Schlammloch fest
Am Abend des 25. Februar gegen 17:30 Uhr fanden Mitarbeiter der Kiesgrube den Vermissten bis zu den Schultern im Schlamm feststeckend. Giddens war ansprechbar, konnte jedoch nicht erreicht werden, da sich der Untergrund wie Treibsand verhielt.
Bis zu den Schultern steckte der 36-Jährige im Schlamm fest und war kaum mehr zu erkennen.
In einer aufwändigen und gefährlichen Rettungsaktion, die rund drei Stunden dauerte, konnten Spezialkräfte der Feuerwehr den unterkühlten und geschwächten Giddens befreien. Mit Leitern, Stangen und Seilen arbeitete man sich langsam vor, damit die Retter nicht selbst im Schlamm steckenblieben.
4 Tage ohne Wasser und Nahrung bei eisigen Temperaturen
Giddens steckte mehrere Tage lang ohne Wasser und Nahrung bei eisigen Temperaturen in dem Schlammloch fest. Wie die Behörden mitteilten, wurde der 36-Jährige in kritischem Zustand mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus eingeliefert.
In einer Stellungnahme der Feuerwehr hieß es, dass sich Giddens körperlich aller Voraussicht nach wieder erholen werde. Von einer Anklage wegen Hausfriedensbruch sah die Polizei aufgrund seines psychischen Zustands vorerst ab.
Giddens Tante äußerte sich laut The Guardian auf Facebook über ihren Neffen, der rund vier Tage im Schlamm vergraben gewesen sein soll. "Einen Tag später, und wir hätten nicht so viel Glück gehabt", schrieb sie.
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