Saß stundenlang in der Kälte: Mann stirbt auf Parkbank vor Supermarkt
Die eisigen Temperaturen in New York City fordern immer mehr Todesopfer. Der Fall von Philip Piuma erschüttert, denn der Mann hätte gerettet werden können. (Symbolbild)
Philip Piuma verließ am 26. Jänner gegen 13:30 seine Wohnung, um für seinen Onkel ein Rezept in der Apotheke abzuholen. Doch der 47-Jährige kehrte nach den Besorgungen nicht mehr nach Hause zurück. Er wurde am nächsten Morgen tot auf einer Bank vor einem Supermarkt entdeckt.
Mann saß stundenlang auf Parkbank
Wie The New York Times berichtet, soll Piuma gegen 18 Uhr einen Supermarkt, der 1,5 Kilometer von seiner Wohnung entfernt war, betreten haben und unsicher durch die Gänge getaumelt sein. Der Ladenmanager, Luis Polcano, erklärte gegenüber dem Medium, dass er annahm, dass Piuma betrunken sei. Der 47-Jährige kaufte sich zwei Gläser Erdnussbutter und setzte sich anschließend auf die Parkbank vor dem Geschäft.
Als Polcano das Geschäft um 21 Uhr zusperren wollte, saß der Mann immer noch auf der Bank. Der Supermarkt-Manager habe ihn gefragt, ob alles in Ordnung sei, woraufhin Piuma bejahte. Laut Überwachungskameras soll Polcano nach 22 Uhr auf der Bank zusammengebrochen und quer darauf gelegen sein. Polcano fand ihn um sechs Uhr morgens vor und kontaktierte den Notruf.
US-Amerikaner war nach Sturz verletzt
Ermittlungen zufolge, soll Philip Piuma dass zweimal schwer gestürzt sein. Dabei soll er sich die Nase gebrochen und die Augenhöhle verletzt haben. Die Verletzungen könnten auch erklären, weshalb der Mann betrunken wirkte und stundenlang in der Kälte saß, anstatt nach Hause zu fahren.
Piumas Stiefvater, John Sandrowsky, erklärte gegenüber Gothamist, dass der 47-Jährige laut Aufnahmen von Überwachungskameras in der Stadt ein Taschentuch von einem Passanten bekam, um seine verletzte Nase zu versorgen. "Sie haben Hilfe angeboten, das ist großartig“, sagte Sandrowsky. "Aber wenn man da draußen blutet und es so kalt ist, würde ich mich fragen, ob es einem wirklich gut geht."
Der Stiefvater, der Piuma bereits seit seinem zweiten Lebensjahr kannte, zeigte sich verzweifelt: "Er hätte gerettet werden können, wenn jemand einen Anruf getätigt hätte. Ich bin einfach fassungslos."
New York Citiy: 20 Kältetote in 18 Tagen
Der US-Amerikaner ist einer von 20 Menschen, die innerhalb 18 Tagen durch die eisigen Temperaturen in New York City verstorben sind. Der Winter war dieses Jahr besonders hart und zeigte Anfang Februar gefühlte Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius am Thermometer an.
Maria Luna, die Schwester des verstorbenen Philip Piuma appellierte gegenüber Gothamist an die Polizei, dass sie sich während der kalten Temperaturen mehr Überwachungen in Parks wünschen würde. "Ich weiß, dass mein Bruder nicht das einzige Opfer war, es wurden noch andere Menschen in Parks gefunden wurde. (...9 Dieser Winter hat uns hart getroffen, und niemand hat damit gerechnet."
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