Eisbaden endet tödlich: 40-Jähriger taucht aus Eisloch nicht mehr auf

Holztreppe führt in halb zugefrorenen See
Ein Mann (40) tauchte nicht wieder auf, nachdem er sich in ein Eisloch in einem Teich in Wismar begeben hatte. Die Polizei ermittelt.

Ein 40-jähriger Mann begab sich am Montagmorgen bei Minusgraden an einen zugefrorenen Teich in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern). Dort stellte er eine Kamera mit Stativ auf der Eisfläche auf, legte sein Handtuch ab und tauchte anschließend in ein Eisloch. 

Ein Zeuge beobachtete den Vorgang und alarmierte die Rettungskräfte, nachdem der Mann nicht wieder an der Wasseroberfläche aufgetaucht war. Wenige Stunden später wurde sein Leichnam aus dem eiskalten Wasser geborgen.

Verunglückte filmte sich beim Eisbaden

Aus einer offiziellen Pressemitteilung der Polizei geht hervor, dass sich der Mann gegen 8:30 Uhr in den zugefrorenen Teich begab. Aus noch ungeklärter Ursache tauchte er jedoch nicht mehr auf. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, fanden die Einsatzkräfte zwei Löcher in der Eisschicht sowie eine Kamera. "Die lief noch", bestätigte ein Sprecher der Stadt Wismar. Auf den Videoaufnahmen sei zu sehen, wie der 40-Jährige "reinspringt und nicht wieder rauskommt". Nach Angaben der Stadt hatte der Mann zuvor zwei Löcher in das Eis gesägt.

40-Jährige begab sich Eisloch und tauchte nicht mehr auf

In einem Bild-Bericht wird vermutete, der 40-Jährige habe von einem Eisloch zum anderen tauchen und die riskante Aktion auf Kamera festhalten wollen. Einsatzkräfte, darunter auch Taucher der Feuerwehr, vergrößerten die Eislöcher mit Kettensägen und suchten unter schwierigen Bedingungen nach dem Vermissten. Rund vier Stunden später konnte der Mann nur noch leblos aus dem Wasser geborgen werden. Die Feuerwehr meldete den Fund der Leiche um 12:45 Uhr.

Familie des Verunglückten äußert sich

Laut RTL habe die Familie des Verstorbenen angegeben, dass der zweifache Familienvater "extreme sportliche Herausforderungen" gesucht und die entsprechenden Videoaufnahmen an Familie und Freunde geschickt habe. Von seinem Vorhaben am Teich in Wismar habe die Familie gewusst. Sein Onkel erklärt zudem, der 40-Jährige sei bei solchen Aktionen stets mit großer Vorsicht vorgegangen. 

Wie aus der Pressemitteilung der Polizei weiter hervorgeht, wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären. 

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