Nachtschicht bei -12 Grad: Wachmann (55) verstirbt auf Baustelle

Eine verschneite Berglandschaft mit einem großen, modernen Gebäude im Vordergrund und vielen Häusern im Tal.
Ein Mann sollte ein Bauprojekt vor der Eisbahn von Cortina beaufsichtigen, die in der Nähe des Austragungsortes der Olympischen Winterspiele ist.

Im italienischen Bergort Cortina d'Ampezzo laufen zurzeit die Vorbereitungen für die Olympischen Winterspiele 2026. Auf einer Baustelle in der Nähe des Austragungsortes kam es nun zu einem tragischen Zwischenfall, wie Associated Press berichtet. Ein 55-jähriger Wachmann kam bei eisigen Temperaturen während einer Nachtschicht ums Leben. 

55-Jähriger stirbt während eisiger Nachtschicht

Die italienischen Behörden bestätigten den Todesfall, der sich in der Nacht des 8. Jänners auf einer Baustelle in der Nähe der Eisarena von Cortina ereignet hatte. Die Temperaturen sanken in jener Nacht auf minus 12 Grad Celsius. Während der Schicht kontaktierte der Wachmann seine Kollegen und klagte über Unwohlsein. Als die Rettungskräfte eintrafen, waren alle Wiederbelebungsmaßnahmen vergebens. Der Mann verstarb noch vor Ort.

"Nach unseren Informationen handelte es sich um einen Tod aus natürlichen Gründen, um einen Herzinfarkt. Wir ermitteln", sagte Andrea Varnier, CEO der Fondazione Milano Cortina 2026, Reportern in Mailand. 

Mangel an ausreichender Schutzausrüstung

Laut dem italienischen Medium Ill Messaggero soll der Mann in jener Nacht draußen gearbeitet haben. Wie seine Familie berichtet, äußerte er wiederholt Bedenken und Beschwerden über die Arbeitsbedingungen, lange Nachtschichten und den Mangel an ausreichender Schutzausrüstung. Dem 55-Jährigen soll nur eine kleine Hütte mit einem Heizgerät zur Verfügung gestellt worden sein. 

Die Baustelle unterstand nicht der Aufsicht von dem staatlichen Unternehmen Simico, das für die olympischen Vorbereitungen zuständig ist. 

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