Spaziergang endet in der Notaufnahme: Jäger schießt 58-Jährige an

Jäger mit Gewehr zielt im winterlichen Wald.
Ein Jäger (77) hat eine Spaziergängerin (58) angeschossen und schwer verletzt. Er soll sie mit einem Wildtier verwechselt haben.

Am Mittwochabend kam es in Niedersachsen zu einem tragischen Jagdunfall. Ein 77-jähriger Jäger schoss auf eine 58-jährige Spaziergängerin und verletzte sie dabei schwer. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er die Frau aus bislang ungeklärten Gründen mit einem Wildtier verwechselt haben.

Frau wurde während Spaziergang am Waldrand angeschossen

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, war die 58-Jährige gemeinsam mit ihrer Familie zu einem winterlichen Spaziergang am Waldrand unterwegs, als sie plötzlich von einem Schuss getroffen wurde. Das Projektil traf sie am Oberschenkel. Der Schuss soll von einem Hochsitz abgegeben worden sein, von dem der Jäger auf das vermeintliche Ziel feuerte. 

Jäger hat Frau mit Wildtier verwechselt

Nach derzeitigem Erkenntnisstand gehen die Behörden von einer folgenschweren Verwechslung aus. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe eines Waldgebietes in der Gemeinde Beckeln. Die schwer verletzte Frau wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht und medizinisch versorgt. Ihre Familienangehörigen blieben körperlich unverletzt, erlitten jedoch einen Schock.

Die Jagdwaffe des 77-Jährigen wurde sichergestellt und die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Die genauen Umstände des Jagdunfalls werden derzeit noch untersucht.