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Mücke eingeschleppt: 4 Personen am Frankfurter Flughafen an Malaria erkrankt

Es wird vermutet, dass eine Anophelesmücke mit dem Flugzeug eingeschleppt wurde. Ärzte und Ärztinnen sollten vor allem im Sommer die Diagnose Flughafenmalaria verstärkt in Betracht ziehen.
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Zusammenfassung

  • Am Frankfurter Flughafen sind vier Beschäftigte an Malaria erkrankt, vermutlich durch eine mit einem Flugzeug eingeschleppte Anophelesmücke.
  • Das RKI bezeichnet die seltene Flughafenmalaria in Deutschland als besonderes Ereignis, da hierzulande sonst fast nur Fernreisende betroffen sind.
  • Ärztinnen und Ärzte sollen bei Beschäftigten an Flughäfen mit interkontinentalen Verbindungen auch ohne Reiseanamnese an Malaria denken, da eine späte Diagnose schwere Verläufe begünstigen kann.

Am Frankfurter Flughafen sind vier Beschäftigte an Malaria erkrankt. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag in Berlin mitteilte, ist davon auszugehen, dass die Infektionen von einer per Flug importierten Anophelesmücke stammen. Der Fall sei insofern besonders, als das in Deutschland fast ausschließlich Fernreisende von Malaria betroffen seien, die im Ausland infiziert wurden.

Eine sogenannte Flughafenmalaria ist laut RKI ein seltenes Ereignis in Deutschland. Für die Betroffenen könne das eine späte Diagnose bedeuten, weil Malaria häufig mit Reisenden in Verbindung gebracht werde. Eine späte Diagnose erhöhe allerdings auch das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Das RKI appellierte daher an die Ärzteschaft, besonders im Sommer auch eine seltene Flughafenmalaria als Diagnose in Betracht zu ziehen, sofern die Patientinnen und Patienten in Flughäfen mit interkontinentalen Verbindungen oder in deren Umgebung arbeiten. Der letzte Fall einer Flughafenmalaria war laut RKI 2023 in Deutschland dokumentiert worden. Damals war ebenfalls der Frankfurter Flughafen betroffen. Die aktuellen Infektionen werden vom Gesundheitsamt in Frankfurt untersucht.

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