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Randale in Lignano: Polizei verhindert Eskalation mit Österreichern

Hotelbetreiber berichteten von problematischem Verhalten einzelner Gäste. Ein junger Österreicher wurde festgenommen. Die Polizei verhinderte Schlimmeres.
Ein verschmutzter Strand mit Müll und zurückgelassenen Gegenständen.

Zusammenfassung

  • Die Pfingstfeiern in Lignano verliefen trotz Alkohol, Rangeleien und Sachbeschädigungen ohne größere Zwischenfälle; ein junger Österreicher wurde festgenommen.
  • Hotel- und Strandbetreiber berichteten von nächtlichen Zwischenfällen, Sachschäden und versuchten, Feiernde und Familien zu trennen; die Stadt reagierte mit verstärkten Sicherheits- und Reinigungsmaßnahmen.
  • Die Besucherzahl lag unter dem Vorjahr, Bars hielten sich an Schließzeiten, und für den Rückreiseverkehr am Pfingstmontag wurden zusätzliche Maßnahmen getroffen.

Trotz reichlich Alkohol, kleineren Rangeleien und einigen Sachbeschädigungen ist die Nacht auf Pfingstsonntag im norditalienischen Badeort Lignano ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Tausende junge Urlauber aus Österreich feierten ausgiebig in den Bars der Adria-Ortschaft und hinterließen auf den Straßen viel Müll. Ein junger Österreicher wurde festgenommen, nachdem er randaliert hatte, und anschließend zur Behandlung in die Notaufnahme gebracht.

Zu Spannungen kam es zeitweise, nachdem die Carabinieri wegen Rangeleien eingreifen mussten, wie lokale Medien berichteten. Durch die Vermittlung österreichischer Polizeibeamter konnte die Lage jedoch wieder beruhigt werden. Streifen der Verkehrspolizei von Udine führten auf den Zufahrtsstraßen nach Lignano Alkohol- und Drogentests durch.

Hotelbetreiber beklagen nächtliche Zwischenfälle

Einige Hotelbetreiber berichteten von problematischem Verhalten einzelner Gäste. So sei es zu Streitigkeiten, unerlaubten Besuchen in Hotelzimmern und nächtlichen Zwischenfällen gekommen, bei denen Sicherheitsdienste eingreifen mussten.

Einige Strand-Betreiber versuchten am Samstagnachmittag, Feiernde und Familien voneinander zu trennen. Am Strandabschnitt Lido del Sole wurden Bar- und Liegebereiche voneinander abgegrenzt und zusätzlich von Sicherheitspersonal überwacht. Nach Angaben lokaler Behörden und Betreiber wurden am Strand zehn Sonnenschirme beschädigt.

Die Stadt reagierte erneut mit einem umfangreichen Sicherheits- und Reinigungskonzept. Am Sonntagmorgen präsentierte sich der Badeort trotz der nächtlichen Feiern weitgehend sauber und vorbereitet für Badegäste. Nach Jahren mit ähnlichen Großveranstaltungen seien die Abläufe inzwischen eingespielt, hieß es aus dem Umfeld der Stadtverwaltung.

Bars hielten sich an Schließzeit um 1.00 Uhr

Der für die Ortspolizei zuständige Stadtrat Alessio Codromaz erklärte, die Zahl der Besucher liege unter jener der vergangenen Jahr und die Situation sei insgesamt kontrollierbar. Viele Bars hielten sich zudem an die vereinbarten Schließzeiten um 1.00 Uhr.

Der Präsident der Region Friaul-Julisch Venetien, Massimiliano Fedriga, rief die jungen Besucher aus Österreich und Deutschland zu Respekt auf. "Die vielen jungen Menschen aus dem Ausland müssen verstehen, dass sie an einen Ort kommen, der sie gerne empfängt. Gleichzeitig müssen aber auch der Badeort und seine Einwohner respektiert werden", erklärte Fedriga.

Lignanos Bürgermeisterin Laura Giorgi erklärte in einer Mitteilung, Ziel sei es, "das Freizeitbedürfnis der vielen jungen Gäste mit den Interessen von Einwohnern, Unternehmern und Urlaubern zu vereinbaren, die Lignano für ruhige Ferientage wählen". Dafür seien Kontrollen, Präsenz der Polizei im Stadtgebiet und die Zusammenarbeit aller Beteiligten entscheidend.

Erste Rückreisen am Pfingstmontag

Für Pfingstmontag - der erste größere Rückreise-Tag - sind zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen vorgesehen. Geplant sind mehr Personal zur Verkehrslenkung sowie ein Pannendienst auf der Autobahn A23 Udine-Tarvisio. Da für Schwerfahrzeuge in Österreich ein Fahrverbot gilt, wurden außerdem zusätzliche Parkmöglichkeiten am Grenzterminal Pontebba sowie im Industriegebiet von Amaro eingerichtet.

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